Mai
17
2012
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Der Gesamtwert der variablen Vergütungen, welche die Geschäftsleitungsmitglieder für 2011 erhalten, ist 57 Prozent tiefer als für das Jahr 2010.

Brady_Dougan_2012

Für das Jahr 2011 senkte die Credit Suisse die Gesamtvergütung, dies als Folge des tieferen absoluten Ergebnisses der Gruppe im Vergleich zu 2010, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Gesamtwert der gruppenweiten diskretionären variablen leistungsabhängigen Vergütungen war 41 Prozent tiefer als für 2010.

Aufgeschobene Zahlungen

Bedeutende Teile dieser variablen Vergütung werden nicht bar ausbezahlt, sondern in aufgeschobenen Instrumenten zugeteilt. Zum einen sind dies zugeteilte Ansprüche an Aktien der Credit Suisse Group, welche grösstenteils Rückforderungsbestimmungen unterliegen.

Zum andern hat die Credit Suisse im Januar 2012 das PAF2-Instrument als Teil der aufgeschobenen variablen Ansprüche für Führungskräfte der Stufe Managing Director und Director für 2011 eingeführt.

Kosten im 1. Quartal 2012

Mit dem PAF2-Instrument werden Risiken von der Gruppe auf die Mitarbeitenden übertragen, was zur Risikoreduktion und zur Steigerung der Kapitaleffizienz beiträgt. PAF2-Einheiten sind mit einem diversifizierten Portfolio derivativer Gegenparteienrisiken verbunden.

Die PAF2-Ansprüche werden am 3. März 2012 übertragen und mit Kosten von rund 500 Millionen Franken im 1. Quartal 2012 verbunden sein. Allfällige Änderungen des Fair Value der PAF2-Einheiten werden sich bis zur Schlussabrechnung der Ansprüche in den Ergebnissen der Credit Suisse widerspiegeln.

Auch für 2011 wurde die variable Vergütung der Geschäftsleitungsmitglieder zu 100 Prozent in aufgeschobenen Instrumenten zugeteilt, wie dies seit vier Jahren geschieht.

Weitere Informationen folgen im Verlauf des Morgens.

Kommentare 

 
#1 Pedro Pedollino 2012-02-09 12:55
Als Dougan 2010 sein Rekordbonus von 70 Mio erhalten hat, war der CS-Aktienkurs etwa doppelt so hoch wie heute. Damit zeigt sich einmal mehr die negative Korrelation zwischen CEO-Entlöhnung und Aktienperformance, wie auch in zahlreichen empirischen Studien belegt. Im Verhältnis zur UBS (bei welcher der CEO deutlich moderater bezahlt wurde) hat die CS-Aktie seitdem etwa 40% underperformt. Statt sich drüber aufzuregen könnte man als Anleger davon profitieren: Short-Positionen auf Banken mit exzessiver Vorstands-Entlöhnung eingehen und diese mit Long-Positionen auf Banken mit moderater Entlöhnung absichern...
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