Star-Ökonom geht in Pension

Stephen Roach, einer der ganz grossen Ökonomen im Dienste einer Bank, tritt kürzer, wie einem internen Mail von Morgan Stanley zu entnehmen ist.

Stephen_Roach_2Der heute 66-jährige Amerikaner Stephen S. Roach (Bild) zählte zu den bekanntesten Mitarbeitern der US-Bank Morgan Stanley, wo er lange Zeit Chefökonom war.

Dabei machte er sich in den letzten Jahren auch einen Namen mit kritischen, wenn nicht gar pessimistischen Einschätzungen über die Weltlage.

Nach Hongkong umgezogen

Als Zeichen des Aufbruchs zog Roach 2007 in die Wachstumsregion Asien und liess sich als Chairman Asia von Morgan Stanley in Hongkong nieder. Zuvor hatte er mehr als 25 Jahre im Sold der US-Bank in New York gestanden.

Vor zwei Jahren kehrte er in den Big Apple zurück, um als Dozent am Jackson Institute for Global Affairs sowie an der School of Management der Yale University zu lehren. Morgan Stanley blieb er indessen treu und mutierte zum «Non-Executive Chairman of Asia», wie finews.ch berichtete.

Nur noch an die Uni

Nun lässt er sich bei der Bank pensionieren, um sich vollständig der Wissenschaft zu widmen. Nachstehend das interne Mail von Morgan-Stanley-Chef James Gorman an die Belegschaft.

February 16, 2012

To: All Employees

From: James Gorman

After nearly 30 years at Morgan Stanley, Stephen Roach has informed me of his decision to retire from the Firm in order to focus on his scholarly pursuits. Since 2010, Steve has served as Non-Executive Chairman of Morgan Stanley Asia and taught on the faculty of Yale University through a joint appointment at the Jackson Institute for Global Affairs and the School of Management. As he transitions full-time into academia, Steve will no doubt continue to animate the scholarly discourse, particularly as it relates to the economies of Asia.

Steve has been a tremendous asset to our franchise. He served as Chairman of Morgan Stanley Asia from 2007 to 2010, representing the Firm to clients, governments and regulators across the region. Previously he served as Morgan Stanley's Chief Economist, heading up the Firm's highly regarded global economics research team. During his career, he has been recognized as one of Wall Street's most influential thought leaders.

Please join me in thanking Steve for the many contributions he has made to Morgan Stanley and in wishing him continued success as he devotes himself to the next chapter of a remarkable career.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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