Vontobel: Chefstratege Thomas Steinmann geht

Die Zürcher Bank Vontobel bündelt ihre Investmentkompetenz neu und holt einen ehmaligen Banker der Union Bancaire Privée an Bord.

Christophe_Bernard_1Die Bank Vontobel hat den 47-jährigen Franzosen Christophe Bernard (Bild links oben) zum neuen Chef-Strategen der Vontobel-Gruppe und zum Leiter der neu geschaffenen Balanced-/Multi Asset Class-Boutique (MAC) im Asset Management ernannt.

Der neue Mann stösst per 1. März 2012 aus einer vergleichbaren Position von der Union Bancaire Privée (UBP) zur Zürcher Privatbank, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Überraschender Abgang

Thomas_SteinmannAngesichts dieser strukturellen Neuausrichtung verlässt der bisherige Chef-Stratege, Thomas Steinemann (Bild), das Unternehmen nach elf Jahren überraschend. Er will sich gemäss eigenen Angaben einer neuen beruflichen Herausforderung widmen. Der Abgang kommt unerwartet.

Das Vontobel Asset Management bündelt im Rahmen der Multi Boutique-Strategie die bestehende Expertise in den Bereichen Balanced und MAC zu einer Einheit mit 20 Spezialisten 
und rund 10 Milliarden Franken an Kundengeldern.

Neue Realität

Für Zeno Staub, CEO der Vontobel-Gruppe, ist die Ernennung von Christophe Bernard Ausdruck der neuen Realität in der Finanzindustrie.

«In Zeiten tiefer Renditen, hoher Volatilitäten und ausgeprägter Korrelationen der Märkte müssen traditionelle Anlagestrategien hinterfragt und neu ausgerichtet werden. Diesen Prozess wollen wir in den nächsten Monaten mit Christophe Bernard intensiv vorantreiben», so Staub.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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