UBS verpfeift ihre Standesgenossen

Im internationalen Libor-Manipulationsfall versucht die UBS ihren mitangeklagten Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein und profiliert sich als Whistleblowerin.

Dass die angeklagten Banken im Fall der Libor-Manipulation zusammen gezielt die Interbankenkurse beeinträchtigt haben, scheint gegeben. Dass es in der Folge zu saftigen Strafen kommen wird, ist nicht nur eine Frage der Zeit, sondern auch eine der Grösse.

Die UBS versucht indessen sich einen strategischen Vorteil zu erarbeiten und wird zum ersten Geständigen, der mit den Behörden zusammenarbeitet, berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg».

Aus diesem Vorgehen verspricht sich die Schweizer Grossbank wohl eine geringere bis ausbleibende Strafe, die andernfalls in Milliardenhöhe ausfallen könnte. In Kanada beispielsweise arbeitet die UBS auch mit den Behörden zusammen und hat im Gegenzug Immunität eingefordert.

UBS in Pole Position

«Im Wettbewerbsrecht gibt es ein bekanntes System, bei dem man dem ersten Kartellmitglied, welches die anderen verpfeift, einen Vorteil gibt», sagt Steven Francis, Anwalt bei der Londoner Kanzlei Reynolds Porter Chamberlain, gegenüber «Bloomberg». Genau diesen taktischen Vorteil will die UBS für sich beanspruchen.

Indem die UBS als Erste reagiert hat, wird es für ihre Konkurrenten schwieriger, einen ähnlichen Schutz zu erhalten wie die Schweizer Grossbank. Ihnen drohen höhere Bussen, weil sie sich nicht früher zum Unrecht bekannt haben, sagt Francis.

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NEWS GANZ KURZ

Axa Investment Managers

Der Asset-Management-Arm des Versicherungskonzerns Axa hat 2014 Nettomittelzuflüsse in der Höhe von 19 Milliarden Euro erzielt. Die Ende Dezember 2014 verwalteten Vermögen von Axa IM beliefen sich somit auf 623 Milliarden Euro. Grund für den Zuwachs ist unter anderem der Drittvertrieb, der weiterhin gefördert werden soll.

SNB

Die Schweizerische Nationalbank hat 2014 wie bereits berichtet einen Gewinn von 38,3 Milliarden Franken erzielt. Davon entfielen 34,5 Milliarden auf Fremdwährungspositionen und 4,1 Milliarden auf einem Bewertungsgewinn im Goldbestand. Nach Rückstellungen für Währungsreserven verbleibe ein ausschüttbarer Gewinn von 36,3 Milliarden Franken, der mit der negativen Ausschüttungsreserve von 6,8 Milliarden verrechnet wurde. Bund und Kantone sollen insgesamt 2 Milliarden Franken erhalten. Ausserdem wird wieder eine Dividende von 15 Franken pro Aktie bezahlt.

Bank Coop

Für den Verwaltungsrat der Bank Coop sind vier neue Mitglieder zur Wahl vorgeschlagen: Sebastian Frehner, Jacqueline Henn Overbeck, Reto Conrad und Christian Wunderlin. Sie sollen Hans-Peter Kunz, Markus Lehmann und Irene Kaufmann ersetzen. Das Gremium soll neu aus neun Personen bestehen. Die Bank Coop gehört zum Konzern der Basler Kantonalbank.

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im vergangenen Jahr einen im Vergleich zu 2013 leicht höheren Gewinn von 56,3 Millionen Franken erwirtschaftet. Die Dividende soll unverändert bei 27 Franken bleiben. Für das laufende Jahr rechnet die Walliser Kantonalbank mit einem Ergebnis, das dem «guten» Abschluss von 2014 nicht nachsteht.

Raiffeisen

Die Genossenschaftbanken-Gruppe bereitet für den März die Ausgabe einer Hybridanleihe zur Stärkung der Eigenmittel vor. Raiffeisen Schweiz will damit das Wachstum unterstützen und den verschärften regulatorischen Vorschriften begegnen. Letzten Sommer war die Gruppe als systemrelevant erklärt worden. Damit stiegen auch die Anforderungen ans Eigenkapital.

Avaloq

Die Schweizer Softwarefirma ist von den «IBS Sales League Tables» das dritte Jahr in Folge als meistverkaufte Private-Banking-Lösung bewertet worden. IBS ist ein führendes Fachmagazin über Software.

Nationale Suisse

Die zur Helvetia-Gruppe gehörende Nationale Suisse hat das Reiseversicherungsportfolio der belgischen Tochtergesellschaft L'Européenne an Mapfre Asistencia verkauft. Damit sei der angekündigte Rückzug aus dem Direktversicherungsmarkt in Belgien abgeschlossen.

Credit Suisse

Die Grossbank plant für das zweite Quartal 2015 eine Kapitalerhöhung für ihren Immobilienfonds CS Real Estate Fund Interswiss. Der Fonds verwaltet hierzulande über 2 Milliarden an Vermögen und investiert vorab in Geschäftsiliegenschaften und Bauprojekte.

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