SP St. Gallen will Hyposwiss abstossen

Für die Sozialdemokraten ist die Hyposwiss ein Risiko für den Kanton St. Gallen. Daher fordern sie von der Regierung eine «Aufräumungsaktion».

Die Sankt Galler Sektion der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) fordert in einer Medienmitteilung Klarheit bezüglich der Vorwürfe der Geldwäscherei bei der Hyposwiss. Die St.Galler Regierung müsse alles unternehmen, dass die Strategie der St. Galler-Kantonalbank-Tochter nicht zum Nachteil des Kantons werde, heisst es in der Mitteilung. Auch einen Verkauf will die linke Partei prüfen.

Regierungsrat Martin Gehrer will noch im Sommer im Auftrag des Kantonsrates weitere Schritte zur Privatisierung der Kantonalbank einleiten. Die SP lehnt den Verkauf weiterer Anteile ab und hält fest, dass ohne Mehrheitsbeteiligung des Kantons auch die Staatsgarantie nicht mehr gerechtfertigt wäre.

Klarheit bei der Osteuropa- und Russlandgeschichte

Als Mehrheitsaktionär müsse sich der Kanton zeitnah um eine Klärung der aktuellen Vorwürfe kümmern. Die neuen Schlagzeilen um die Verhaftung eines ehemaligen externen Mitarbeiters der Hyposwiss Zürich nähren den bereits seit längerem schwellenden Vorwurf der Geldwäscherei im Zusammenhang mit russischen Oligarchen. In diesem Zusammenhang steht auch der Rücktritt von Hans Bodmer, der anfangs November 2011 aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist, um eine sachlich Aufklärung der Vorwürfe zu ermöglichen. 

Die SP hatte bereits in der Novembersession des vergangenen Jahres ihre Bedenken bekundet, dass die Hyposwiss im grossen Stil ins Vermögensverwaltungsgeschäft in osteuropäischen Ländern eingestiegen sei. Dass die Gelder nicht nur hohe Renditen sondern hohe unabwägbare Risiken mit sich bringen, hat die Leitung des St. Galler Staatsinstituts bis anhin stets von der Hand gewiesen. Dass der vorgelegte Prüfbericht, welcher die Bank von Geldwäschereivorwürfen entlastet, von der eigenen Prüfungsstelle PWC erstellt wurde, stärke das Vertrauen nicht, heisst es in der Mitteilung weiter.

SP will Hyposwiss privatisieren

Es sei ausserdem nicht ausgeschlossen, dass die Kantonalbank –und somit der Kanton– für mögliche Verfehlungen der Tochter Hyposwiss hafte. Dazu komme das Risiko eines Reputationsschadens mit ungewissen Folgen auf die Geschäftstätigkeit und den Wert des St. Galler Bankhauses. Parteipräsidentin Claudia Friedl fordert deshalb ein Umdenken: «Wenn der Kanton schon privatisieren will, soll er die Hyposwiss abstossen. Das ist ein erster Schritt hin zu einer vernünftigeren Bankenpolitik.» Fraktionspräsident Peter Hartmann bläst ins gleiche Horn: «Wir wollen aus der St. Galler Kantonalbank wieder eine Bank für die St.Galler Bevölkerung und KMU machen, eine Bank für alle.»

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

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Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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