Finma: Offshore-Dämpfer ist keine Tragödie

Der Finma-CEO stellt Transparenz und Qualität im Wealth Management in den Vordergrund. Wie dies mit den Regulatorien vereinbar ist, sagt er nicht.

Der Finanzplatz Schweiz und vor allem deren Vermögensverwalter stehen derzeit vor grossen Herausforderungen. Die Position als weltweit grösstes Offshore-Zentrum steht von allen Seiten unter Druck. Dies sieht auch FINMA-CEO Patrick Raaflaub, der sich am Rande der Jahreskonferenz bei «Bloomberg» zum Interview stellt.

«Es wäre keine nationale Tragödie für die Schweiz, wenn die Quantität des Cross-Border Wealth Management zurückgehen würde», sagt Raaflaub. «Nicht alles, was ein Kunde wünscht, ist möglich», fügt er gegenüber «Bloomberg» an.

Seine Nachricht an die Industrie sei, dass Qualität im Wealth Management bedeute, transparente – sprich steuerkonforme – Finanzdienstleistungen zu bieten, die nicht zu teuer sind.

Steuerkonform und billig – ein Dilemma

Zwei Dinge scheint Raaflaub hier zu vernachlässigen. Einerseits befindet sich das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft in der Schweiz schon auf dem Rückzug. Der Steuerstreit mit den USA, Deutschland und Grossbritannien hat nicht nur zu einem erheblichen Imageschaden, sondern auch zu einem Rückgang in der Vermögensverwaltung geführt.

Hinzu kommen die neuen regulatorischen Anforderungen, die für Banken teuer zu implementieren sind, und nach deren Etablierung einen ebenfalls kostspieligen Kontrollprozess erfordern. Wie unter diesen Umständen qualitativ hochstehende Finanzdienstleistungen zu einem billigen Preis geboten werden sollen, verrät Raaflaub nicht.

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NEWS GANZ KURZ

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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