Finma: Offshore-Dämpfer ist keine Tragödie

Der Finma-CEO stellt Transparenz und Qualität im Wealth Management in den Vordergrund. Wie dies mit den Regulatorien vereinbar ist, sagt er nicht.

Der Finanzplatz Schweiz und vor allem deren Vermögensverwalter stehen derzeit vor grossen Herausforderungen. Die Position als weltweit grösstes Offshore-Zentrum steht von allen Seiten unter Druck. Dies sieht auch FINMA-CEO Patrick Raaflaub, der sich am Rande der Jahreskonferenz bei «Bloomberg» zum Interview stellt.

«Es wäre keine nationale Tragödie für die Schweiz, wenn die Quantität des Cross-Border Wealth Management zurückgehen würde», sagt Raaflaub. «Nicht alles, was ein Kunde wünscht, ist möglich», fügt er gegenüber «Bloomberg» an.

Seine Nachricht an die Industrie sei, dass Qualität im Wealth Management bedeute, transparente – sprich steuerkonforme – Finanzdienstleistungen zu bieten, die nicht zu teuer sind.

Steuerkonform und billig – ein Dilemma

Zwei Dinge scheint Raaflaub hier zu vernachlässigen. Einerseits befindet sich das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft in der Schweiz schon auf dem Rückzug. Der Steuerstreit mit den USA, Deutschland und Grossbritannien hat nicht nur zu einem erheblichen Imageschaden, sondern auch zu einem Rückgang in der Vermögensverwaltung geführt.

Hinzu kommen die neuen regulatorischen Anforderungen, die für Banken teuer zu implementieren sind, und nach deren Etablierung einen ebenfalls kostspieligen Kontrollprozess erfordern. Wie unter diesen Umständen qualitativ hochstehende Finanzdienstleistungen zu einem billigen Preis geboten werden sollen, verrät Raaflaub nicht.

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Bank Frick

Die liechtensteinische Bank Frick & Co. hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2016 um 11,6 Prozent auf 2,2 Millionen Franken im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert. In den Folgemonaten erwartet die Bank «substanzielles Neugeschäft» aufgrund der Akquirierung des Zahlungssystem-Anbieters Net 1.

Responsability

Die niederländische Entwicklungsbank FMO hat Nachrangdarlehen im Wert von 67,4 Millionen Dollar an den Zürcher Mikrofinanz-Spezialisten Responsability verkauft. Das Portfolio umfasst Transaktionen mit neun Finanzinstituten, die in 14 Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind und vorwiegend KMU bedienen.

Acrevis

Die von St. Gallen aus operierende Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken erzielt, minim mehr als im Vorjahr. Die Kundenausleihungen nahmen leicht um 1,6 Prozent zu, die verwalteten Vermögen um 2,7 Prozent.

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.