Mai
26
2013
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J.P. Morgan Europe Equity Plus Fund
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Der Finma-CEO stellt Transparenz und Qualität im Wealth Management in den Vordergrund. Wie dies mit den Regulatorien vereinbar ist, sagt er nicht.

Der Finanzplatz Schweiz und vor allem deren Vermögensverwalter stehen derzeit vor grossen Herausforderungen. Die Position als weltweit grösstes Offshore-Zentrum steht von allen Seiten unter Druck. Dies sieht auch FINMA-CEO Patrick Raaflaub, der sich am Rande der Jahreskonferenz bei «Bloomberg» zum Interview stellt.

«Es wäre keine nationale Tragödie für die Schweiz, wenn die Quantität des Cross-Border Wealth Management zurückgehen würde», sagt Raaflaub. «Nicht alles, was ein Kunde wünscht, ist möglich», fügt er gegenüber «Bloomberg» an.

Seine Nachricht an die Industrie sei, dass Qualität im Wealth Management bedeute, transparente – sprich steuerkonforme – Finanzdienstleistungen zu bieten, die nicht zu teuer sind.

Steuerkonform und billig – ein Dilemma

Zwei Dinge scheint Raaflaub hier zu vernachlässigen. Einerseits befindet sich das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft in der Schweiz schon auf dem Rückzug. Der Steuerstreit mit den USA, Deutschland und Grossbritannien hat nicht nur zu einem erheblichen Imageschaden, sondern auch zu einem Rückgang in der Vermögensverwaltung geführt.

Hinzu kommen die neuen regulatorischen Anforderungen, die für Banken teuer zu implementieren sind, und nach deren Etablierung einen ebenfalls kostspieligen Kontrollprozess erfordern. Wie unter diesen Umständen qualitativ hochstehende Finanzdienstleistungen zu einem billigen Preis geboten werden sollen, verrät Raaflaub nicht.

Kommentare 

 
#3 Hans Meister 2012-04-20 10:14
Das optimistische Szenario sieht doch wie folgt aus: Die Schweiz bleibt Weltmarktführer in der offshore Vermögensverwaltung. Allerdings mit viel weniger verwaltetem Vermögen. Eine erhöhte Anonymität wird bleiben, Steuerhinterziehung nicht mehr. Damit steigt die Konkurrenz zu onshore. Dort sind die Margen seit Jahren deutlich tiefer. Zusätzlich ist die "after tax performance" in der Schweiz für die Kunden in den letzten 10 Jahren dramatisch schlecht gewesen (fragt die Kunden, die eine selbstanzeige in D machen). Andere Verkaufsargumente waren wichtiger. Und ja, der Service in der CH war und ist im Durchschnitt besser als in onshore Europe. Daraus sollte man die Zukunft bauen. Und als erstes sollte man aufhören zu glauben, dass es so weitergehen könnte wie bisher. Die Konkurrenz wird viel härter. Insofern hat Raaflaub Recht. Es wird teurer, die Anforderungen steigen, die Margen sinken, das Volumen nimmt ab. Also ran, Bewegungen tut not.
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#2 Bruno Ledermann 2012-03-29 23:16
Bei solchen Interviews zeigt Raaflaub, dass er nicht die geringste Ahnung von Finanzgeschaeften hat.
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#1 Marcel Müller 2012-03-29 18:13
Was erzählt Herr Raaflaub da für einen Mist. Qualitativ hochstehende Finanzdienstleistungen seien billig anzubieten. So etwa nach Geiz ist geil Mentalität? Könnte es sein, dass Herr Raaflaub deutsche Wurzeln hat und jetzt Vorgaben für's CH Private Banking machen will und dieses somit auch in den Abgrund fährt ? Das wäre dann eine Infiltration von aussen
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