Ex-Zurich-CEO soll Lloyd Blankfein beaufsichtigen

Der frühere CEO der Zürich-Versicherung, James Schiro, soll leitender unabhängiger Verwaltungsrat bei Goldman Sachs werden. Weil der bisherige Amtsinhaber abtritt?

Der ehemalige CEO der Versicherungsgesellschaft Zurich Financial Services, James Schiro, soll die Nachfolge von John Bryan antreten, berichtet die Nachrichtenagentur «Reuters» auf Grund eines internen Memos aus der Bank.

Schiro, von Mai 2002 bis Dezember 2009 CEO der Zürich-Versicherung, ist bereits jetzt Vorsitzender der Rechnungsprüfungskommission bei Goldman Sachs und seit 2009 Mitglied des Goldman-Verwaltungsrats.

Schiro soll ein enger Vertrauter von Goldman-CEO Lloyd Blankfein sein und in dieser Funktion auch eine «einflussreiche Stimme» haben, schreibt «Reuters» weiter.

Aufpasser für Blankfein?

Mit Schiros Ernennung reagiert die Investmentbank offenbar auf Bestrebungen von Aktionären, die Macht von Lloyd Blankfein zu beschneiden, wie «Spiegel Online» berichtet. Die Kritiker fordern bereits seit einiger Zeit, den Posten des Vorstands- und Verwaltungsratschefs zu trennen. Beide Positionen hat Blankfein in Personalunion inne.

Doch dabei soll es offenbar (zunächst auch) bleiben. Denn die Einrichtung des neuen Hauptgeschäftsführerpostens werten Beobachter als strategischen Schwenk der Bank, eine offene Revolte gegen Blankfein zu verhindern, so «Spiegel Online» weiter.

Seinen neuen Posten als leitendes unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats wird James Schiro im nächsten Mai antreten. Dann nämlich wird Bryan erwartungsgemäss zurücktreten. Bryan hat das Rentenalter von 75 Jahren erreicht.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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