UBS: Showdown im «Fall Olenicoff»

Seit dreieinhalb Jahren zieht sich die Klage des US-Multi-Milliardärs Igor Olenicoff gegen die UBS bereits hin. Heute erscheinen die beiden Parteien vor dem Kadi.

Der Immobilien-Milliardär und die Grossbank kreuzen heute vor einem Gericht die Klingen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg».

Dabei schiebt der Milliardär der UBS bekanntlich die Schuld in die Schuhe, dass sie es versäumt habe, 200 Millionen Dollar auf Auslandkonten in seiner Steuererklärung zu deklarieren.

Den Spiess gedreht

Für dieses Versäumnis wurde der Mann unter anderem mit einer Strafzahlung von 52 Millionen Dollar gebüsst. Sein Fall brachte damals auch die UBS-Steuerbetrugsaffäre ins Rollen.

Im September 2008 drehte Olenicoff den Spiess um und verklagte unter anderem die UBS sowie Einzelpersonen, darunter Bradley Birkenfeld, auf 500 Millionen Dollar Schadenersatz.

Wer missdeutet die Sachlage?

Der Immobilien-Tycoon und seine Gesellschaft Olen Properties seien das «Bauernopfer» eines Betrugsystems der Grossbank geworden, heisst es in der Anklage. Die UBS habe ihm seinerzeit erklärt, dass er als einstiger UBS-Kunde sein Geld auf den ausländischen Konten bei der amerikanischen Steuerbehörde nicht versteuern müsse.

Das Gegenargumente der Bank: Der 69-jährige habe in seiner Steuererklärung «willentlich und wissentlich» gelogen. Die UBS will deshalb die Klage ganz von sich weisen. Olenicoff sei ausserdem über sämtliche Risiken informiert gewesen, heisst es von der Schweizer Grossbank weiter. 

Urteilsverkündung Anfang Mai

Am heutigen Dienstag kommt es zum Showdown vor dem US-Bezirksrichter Andrew Guilford im kalifornischen Santa Ana. Die Urteilsankündigung des Falls UBS AG, 08-CV-1029 wird am 8. Mai 2012 erfolgen – wahrscheinlich dürfte die UBS den Fall für sich entscheiden.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Wal-Mart mutiert zur Bank
  • Was die Gold-Initiative für Anleger bedeutet
  • Schweizer Retailbanken zögern bei Tech-Innovationen
  • Mit Daten zahlen statt mit Geld
  • «Wir werden den Dreckskerl vermissen»
  • Der Mann, der Luxemburg zum Steuerparadies machte
  • Wut und Angst bei den Bankern
  • So residieren die Herrscher des Euro
  • US-Steuerstreit: Schweizer Banken müssen nochmals über die Bücher
  • Elternhaus von George Harrison wird versteigert
  • Goldman Sachs will Index-Anbieter kaufen
  • Der Ton der Migros Bank befremdet Kunden
mehr

JOKE(R)

Haben Banker zu wenig zu tun?

weiterlesen

JobDirectory.ch

Aktuelle Jobangebote von Arbeitgebern der Finanzbranche.

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Twitter

Follow us on Twitter:

finews tweets finews.ch tweets

FACEBOOK

SELECTION

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Die spektakulärsten Bankgebäude der Welt

Eine Expertenjury hat die weltweit 15 beeindruckendsten Firmensitze gekürt.

Selection

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Lohn in Gold

Der asiatische Edelmetallhänder Bullionstar aus Singapur bezahlt seine Angestellten neu auf Wunsch in physischem Gold oder Silber aus. Man sei das erste Unternehmen, das einen solchen Schritt gehe, heisst es.

Strukturierte Produkte

Der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) lanciert ein interaktives Informationstool zu Strukturierten Produkten. Interessierte Einsteiger sollen dabei auf einfache Art und Weise wertvolle Informationen zum richtigen Einsatz dieser Anlage-Produkte erhalten.

Crealogix

Das Unternehmen für Bankensoftware hat eine neue Zahlungs- und Finanzmanagement-Lösung auf den Markt gebracht. Das Produkt mit dem Namen CLX.NovaBusiness richtet sich an Unternehmen, die regelmässig eine grössere Menge von Zahlungen zu bewältigen haben.

Mobiliar

Die Versicherungsgesellschaft Mobiliar hat ihre Namenaktien der Helvetia, die sie durch den Verkauf ihrer Aktien der Nationale Suisse erhalten hatte, an die Patria Genossenschaft verkauft. Nach dieser Transaktion unterschreitet die Mobiliar die Meldeschwelle von 3 Prozent und hält keine weiteren Aktien der Helvetia.

Mehr als nur Geld

Für Schweizer Arbeitnehmer steht offenbar eine herausfordernde Tätigkeit an erster Stelle bei der Bewertung der Attraktivität eines Arbeitgebers, gefolgt von Autonomie am Arbeitsplatz und Jobsicherheit. Ein attraktives Gehaltspaket rangiert dagegen erst auf dem sechsten Platz, wie eine neue Studie der Beratungsfirma Towers Watson zum Schluss kommt.

BNY Mellon

Der US-Vermögensverwalter BNY Mellon Wealth Management hat die Marktzulassung erhalten, um in Hongkong Finanzdienstleistungen für sehr vermögende Privatkunden anzubieten.

Award für Avaloq

Zum zweiten Mal in Folge zeichnete die Fachzeitschrift für Vermögensverwalter Private Banker International (PBI) das Softwarehaus Avaloq mit einem «PBI Global Wealth Award» aus. Wie im letzten Jahr geht der Preis an die Schweizer Bankensoftware-Spezialisten in der Kategorie «Outstanding Wealth Management Technology Provider - Most Effective Integrated Solution».

Compagnie Financière Tradition

Der Interdealer-Broker Compagnie Financière Tradition CFT weist für das dritte Quartal einen Umsatz von 197,9 Millionen Franken aus. Das sind 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen sank der Umsatz im selben Zeitraum um 2,8 Prozent. Im laufenden Jahr 2014 sank der Umsatz um 6,7 Prozent auf 664,7 Millionen Franken.

weitere News