UBS hat auf Wikipedia die Nase vorn

Eine Studie hat die Qualität englischer Wikipedia-Artikel über europäische Firmen untersucht. Eine Schweizer Grossbank figuriert in den Top Ten.

Das Mailänder Marktforschungsinstitut Lundquist hat die inhaltliche und redaktionelle Qualität von englischsprachigen Wikipedia-Einträgen der grössten europäischen Firmen untersucht und ein Ranking erstellt.

Unter den besten befindet sich die UBS auf Rang 8. Damit gehört die Grossbank zu den «most improved pages» der letzten zwei Jahren. Der Eintrag zur UBS biete viele Informationen, auch aktuelle, heisst es in der Beurteilung.

Die Credit Suisse hingegen steht sehr weit hinten an und landet praktisch unverändert auf Platz 47.

Der beste Eintrag hat das Telekommunikationsunternehmen Nokia (Tabelle Europa unten).

Zuverlässige Informationsstelle

Stark ins Gewicht fällt in der Erhebung die Reichhaltigkeit der Informationen – etwa Angaben zur Hierarchie und Strategie der Firma. Ebenso ist auch die Übersichtlichkeit, gemeint sind damit Präsentation und Navigation, bedeutend. Negativ ins Gewicht fallen Warnungen wegen des Verdachts auf tendenziöse oder obsolete Informationen.

Fazit: Am besten schneidet ein Eintrag dann ab, wenn er von einer lebhaften Autoren-Gruppe gepflegt wird, was die Idee der gemeinschaftlichen Enzyklopädie unterstreiche, so die Lundquist-Autoren.

Die Krux dabei: Die Firmen haben keine Hoheit über das, was veröffentlicht wird, andere schreiben mit, möglicherweise auch kritische Beobachter der betreffenden Unternehmen. Schönfärberei ist auf der interaktiven Web-Plattform deshalb kaum möglich.

wiki

Die Rangliste nur für die Schweiz ist hier.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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