Notenstein evaluiert neue Standorte

Adrian Künzi, CEO der Notenstein Privatbank, erklärt, welche Ziele er sich mit seinem Institut unter dem Dach der Raiffeisen-Gruppe gesetzt hat.


Kunzi_adrian_notensteinHerr Künzi, die Notenstein Privatbank wurde Ende Januar 2012 geradezu notfallmässig aus der Taufe gehoben. Wie gestaltet sich seit die Kooperation mit Raiffeisen?

Die Zusammenarbeit hat sich bisher bewährt und ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Wir werden eigenständig bleiben und gleichzeitig von den Kooperationsmöglichkeiten profitieren können. Derzeit sind wir daran, diese Möglichkeiten genauer zu erfassen und zu priorisieren.

Was sind die grössten Herausforderungen für die Bank?

Neben den gestiegenen Anforderungen im regulatorischen Bereich sind wir, wie jede Bank, mit einem unsicheren makroökonomischen Umfeld konfrontiert. Dabei denke ich insbesondere an das noch nicht gelöste Verschuldungsproblem in Europa und den USA, auch wenn es Anzeichen für eine Entspannung gibt. Den Grossteil dieser Faktoren können wir nicht beeinflussen. Deshalb müssen wir uns klar auf unsere Werttreiber fokussieren.


«Wir werden an unserem Niederlassungsnetz festhalten»


Dabei ist nicht nur das neue Synergiepotenzial mit der Raiffeisen-Gruppe von Vorteil, sondern auch unsere bewährten Stärken der unabhängigen Anlagepolitik und Produktentwicklung sowie unsere einzigartige Dichte von ausgezeichnet ausgebildeten Mitarbeitern, die mit viel Engagement und Leidenschaft das leben, was unsere Kunden erwarten.

Die Privatbank Wegelin war in 13 Schweizer Städten präsent. Notenstein hat sämtliche Niederlassungen übernommen. Werden Sie an diesen Standorten festhalten?

Uns ist die Nähe zu unseren Kunden ein grosses Anliegen. Wir werden deshalb an unserem Niederlassungsnetz in allen Sprachregionen der Schweiz festhalten und auch neue Standorte evaluieren. Die Überprüfung des Niederlassungsnetzes ist dabei Gegenstand eines ständigen betriebswirtschaftlichen Review-Prozesses.

Der Grossteil der 700 Mitarbeitenden hat von Wegelin zu Notenstein gewechselt. Gab es Veränderungen in der Organisationsstruktur und im Dienstleistungsangebot?

Neben der Änderung der Organisationsform von der Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft haben wir das Organigramm so angepasst, dass es der Kundenzentriertheit gerecht wird: Der nach Regionen aufgeteilte Bereich «Privatkunden Schweiz» hat an Gewicht gewonnen.


«Wir suchen den kontroversen Meinungsaustausch»


Unser Kerngeschäft ist unverändert die individuelle Vermögensverwaltung und Anlageberatung für private und institutionelle Kunden. Eine flache Hierarchie ermöglicht uns eine schlanke Führung und schnelle Entscheidungswege.

Der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Anlagekommentar von Wegelin erscheint nicht mehr. Ist das «Notenstein Gespräch» die Nachfolgepublikation?

Form und Inhalt unserer Publikation sind neu, doch der Anspruch ist mit dem Anlagekommentar vergleichbar: Das Notenstein Gespräch soll zum Nachdenken über die wesentlichen ökonomischen und gesellschaftlichen Trends anregen und mögliche Konsequenzen für den Anleger erörtern. Als Bankhaus mit einer langen Tradition in der Anlagepolitik und vielen Produktinnovationen suchen wir mit unseren eigenständigen Erkenntnissen und Thesen gerne den kontroversen, öffentlichen Meinungsaustausch.


«Unser Ziel: Zu den besten drei Privatbanken gehören»


Für das erste Notenstein Gespräch konnten wir mit Aymo Brunetti einen ausgewiesenen Experten als Gesprächspartner gewinnen, der als ehemaliger Chefökonom des Bundes noch vor wenigen Wochen den Bundesrat in Konjunkturfragen beraten hat.

Wie wollen Sie Notenstein im Markt positionieren?

Unser erstes Ziel ist es, schweizweit zu den besten drei Privatbanken in der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden zu zählen. Zu diesem Zweck wollen wir unsere Ressourcen noch konsequenter auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ausrichten und noch stärker zur «kundenzentrierten» Bank werden.


«Wir sind eine junge Bank mit langjähriger Erfahrung»


So werden wir zum Beispiel erheblich in den weiteren Ausbau unseres Investment-Centers investieren. Die bewährte Anlagemethode wird beibehalten und gezielt weiterentwickelt. Wir sind eine junge Bank, weisen jedoch langjährige Erfahrung auf.


Ein ausführliches Interview mit Adrian Künzi findet sich in PRIVATE – Das Geld-Magazin 3/12.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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