Mirabaud hat grosse Pläne in Zürich

Die Genfer Privatbank zügelt in Zürich per 1. September 2012 in das bisherige Gebäude der Arab Bank an der Claridenstrasse, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Arab_Bank_3

Mirabaud wird dort auf insgesamt drei Etagen 1'500 Quadratmeter belegen. Die Arab Bank (Schweiz) bleibt in Zürich, wird jedoch an einem anderen Ort im Stadtzentrum ihre Büros beziehen, wie deren Sprecher auf Anfrage erklärte.

Lionel_Aeschlimann_1Die Genfer Privatbank Mirabaud war mit seinen insgesamt 20 Mitarbeitern bislang an zwei Standorten in der Limmatstadt vertreten, nämlich am Münsterhof sowie an der Bahnhofstrasse. Diese Büros werden nun aufgegeben. Lionel Aeschlimann (Bild), Partner und Leiter des Bereichs Asset Management von Mirabaud, bestätigte entsprechende Recherchen von finews.ch. Der Standort in Zürich solle ausgebaut werden, sagte er weiter. Mirabaud suche zusätzliche Vermögensverwalter.

Attraktive Adresse

In der aktuell unsicheren Zeit sei die mehr als 200-jährige und stabile Privatbank mit ihren unbeschränkt haftenden Gesellschaftern nicht nur für Kunden, sondern auch für Mitarbeiter eine höchst attraktive Adresse, so Aeschlimann. Mirabaud verwaltete per Ende 2011 insgesamt 24 Milliarden Franken an Kundengeldern.

Von Zürich aus gilt ein Augenmerk Mirabauds der institutionellen Vermögensverwaltung; insgesamt verwaltet die Bank in dieser Sparte 9 Milliarden Franken. Diesen Anteil wolle man sukzessive erhöhen, erklärte Aeschlimann. Ausserdem will Mirabaud die Betreuung von vermögenden Privatpersonen sowie das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern intensivieren. Als Zielmärkte gelten dabei das lokale Onshore-Geschäft sowie Nord- und Osteuropa.

Antizyklisches Vorgehen

Nicht zum ersten Mal agiert die Genfer Privatbank antizyklisch und setzt damit ein Zeichen in einer Branche, die sich derzeit eher in Rückzugsgefechten verliert. Laut dem leitenden Gesellschafter Yves Mirabaud ist die Bank jedoch nicht mehr nach geografischen Kriterien, sondern nach Geschäftsbereichen organisiert.

Dabei konzentriert sich Mirabaud seit bald zwei Jahren auf drei strategische Sparten: private Vermögensverwaltung, Asset Management (institutionelle Vermögensverwaltung, traditionelle und alternative Fonds) sowie Intermediärgeschäft (Brokerage, Corporate Finance und Fremdkapital-Management).

Warten auf neuen Leiter in Zürich

Ende März schied der bisherige Leiter der Zürcher Niederlassung, Biagio Zoccolillo, überraschend aus der Bank aus. Die Bank wollte dazu keine Angaben machen. Seine Stelle führt seither interimistisch Steve Bourquin, zuvor stellvertretender Direktor von Mirabaud in Basel.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

«Die Quartalsergebnisse verfehlten die Erwartungen»

«Wegen der zunehmenden Regulierung»

Es gibt Finanz-Sprüche, die wir dauernd hören ? obwohl sie nichts sagen. Hier einige Highlights.

Selection

Selection

Banken: Diese Jobs bringen richtig viel Geld

In welchen Abteilungen am meisten kassiert wird.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News