Swiss Re: Euro-Hausse nicht auszuschliessen

Der Chief Risk Officer des Versicherers sieht zwei Möglichkeiten für den Euro. Entweder kommt es zu einer Spaltung oder zu einem markanten Kursanstieg.

Mit Spannung beobachtet die Swiss Re die Schuldenkrise in Europa. Laut Chief Risk Officer David Cole gibt es verschiedene Mechanismen, die zu einer Spaltung des Euro-Raumes führen würden. Der Rückversicherer begutachtet daher die Folgen aller möglichen Szenarien, sagt Cole in einem Interview mit der Nachrichtenagentur «Bloomberg».

«Wir betrachten die gesamte Breite unseres Exposure, die Asset-Seite in unserer Bilanz und den Einfluss den [ein Ausstieg] auf die Volswirtschaften hätte, in denen wir aktiv sind, und auf die Kunden, die wir bedienen, beschreibt Cole die Vorbereitungen für einen Grexit.

Allgemein sieht Cole zwei Möglichkeiten: Entweder kommt es zu einer Spaltung im Euro, etwa durch den Euro-Ausstieg Griechenlands, oder die Währung wird sich signifikant erstarken.

Einfluss auf die Weltwirtschaft ist gross

Zwar hält die Swiss Re keine griechischen Staatsanleihen und auch das Engagement in den bedrohten Staaten Spanien und Portugal ist mit 56 Millionen Dollar gering. Dennoch macht man sich bei der Swiss Re Sorgen über  die Auswirkungen eines Zusammenbruchs im Euro-Raum.

«Das wichtigere Thema ist der Einfluss auf die Wirtschaften, nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Und ich denke, dass dieser für alle Unternehmen signifikant sein wird», fügt Cole an.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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