Finma: «Alle echten Blasen platzen irgendwann»

Mark Branson, Leiter des Finma-Bereichs Banken, erwartet eine Konsolidierung im Privatbankensektor. Und die Schweiz sitze in einer «Hypotheken-Falle».

Die Schweiz werde wahrscheinlich am Ende mit weniger Banken dastehen, zumal die Vorschriften über die Annahme neuer Gelder sowie die Überprüfung der Steuersituation der Kunden restriktiver werden. Dies geht aus einem Interview mit Mark Branson auf «Blick.ch» hervor.

Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde Finma habe zudem ausserhalb ordentlicher Prozesse keine Daten in die USA geliefert. Die USA hätten ihre Kenntnisse aus anderen Quellen, insbesondere aus dem Selbstanzeige-Programm für reuige Steuersünder.

«Es gibt Zehntausende von amerikanischen Kunden, die ihre Beziehungen mit Schweizer Banken komplett offengelegt haben», so Branson.

Weniger Leute sollten sich ein Heim kaufen

Im Interview, auch die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet davon, zeigt sich Branson zudem besorgt um die Entwicklung im Schweizer Immobilienmarkt. «Noch befinden wir uns wohl nicht in einer Blase», behauptet Branson. «Aber es gibt in gewissen Regionen, etwa Zürich oder Genf, klare Tendenzen der Überhitzung. Beschleunigen sich diese, wird die Blase Realität. Sie würde platzen, wie es alle echten Blasen tun. Fragt sich nur, wann», so Branson weiter.

Sein Rezept: Ab 1. Juli 2012 müssen Kunden für neue Hypotheken mindestens zehn Prozent Eigenmittel bringen. Diese dürfen nicht aus Verpfändung oder Vorbezug von Pensionskassengeldern stammen.

Zudem muss nach 20 Jahren ein Drittel amortisiert sein. «Diese Änderungen sollen sich auf die Nachfrage auswirken – diese wird sinken», erklärt Branson. 

This content has been locked. You can no longer post any comment.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Am Ende bleiben nur 50 Banken übrig
  • Kleine Börse mit grossen Plänen
  • Der delikate Deal der Mainfirst-Eigner
  • Ungleichheit: Die Mittelklasse in den USA verliert
  • Der Kampf ums Aktiengeschäft
  • Stellenbewerbungs-Tipps vom obersten Google-Recruiter
mehr

GOLD-CORNER

  • Besserverdiener mögen Häuser mehr als Gold
  • Gold: «1'500 Dollar bis Ende 2014 sind realistisch»
  • Gold: Technische Analysten sehen Erholung
  • Marc Faber: «Lieber Gold als Bitcoins»
  • Schweizer Kreditkarten aus Gold und Platin

Beiträge lesen

JOKE(R)

Kein Wunder, dass die Bankfiliale stirbt

weiterlesen

JobDirectory.ch

Aktuelle Jobangebote von Arbeitgebern der Finanzbranche.

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Twitter

Follow us on Twitter:

finews tweets finews.ch tweets

FACEBOOK

Anregungen

Telefonnummer der Redaktion:

+41 44 211 37 37

Schreiben Sie uns Ihre Ideen, verraten Sie Gerüchte oder sagen Sie uns einfach, über welches Thema Sie gerne etwas lesen würden.

Mitteilung schreiben

SELECTION

10 Signale für den Totalumbau

Jetzt ist der Umbruch in vollem Gang. Es gibt bereits zahlreiche Indizien dafür, dass der Wandel in der Schweizer Finanzbranche unwiderruflich ist.

Selection

Die 10 Hot Spots

Noch nie war der Schweizer Finanzplatz so in Bedrängnis wie jetzt. Eine Rückkehr zum Courant normal ist undenkbar. Das sind die 10 Hot Spots 2013.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Bâloise

Die Aktionäre des Versicherers haben die Erhöhung der Dividende von 4.75 Franken gutgeheissen. In den Verwaltungsrat wurde neu Christoph Gloor gewählt. Er ist Teilhaber der Bank La Roche und Präsident der Vereinigung Schweizer Privatbanken.

UBS

Die Grossbank erhielt bei den American Derivatives Awards 2014 des Fachmagazins «Derivatives Week» zwei Preise: Sie wurde zum «Structured Products House of the Year» gekürt, und die Jury wählte UBS Neo zur «Electronic Platform of the Year».

SIX Swiss Exchange

Die Schweizer Börse führt mit dem SPI Select Dividend 20 einen neuen Index ein. Er basiert auf den 20 Aktien im SPI, welche im historischen Vergleich die höchsten Dividenden und die solidesten Renditen erzielt haben.

Swiss Life

Aktionäre des Versicherers erhalten die Auschüttung von 5,50 Franken pro Aktie am 30. April. An der Generalversammlung wurde zudem Adrienne Corboud Fumagalli in den Verwaltungsrat gewählt.

UBS

Verlorene Kredit- und Prepaidkarten können Bankkunden nun direkt über das E-Banking der UBS sperren lassen. Beim Vorgang wird auch gleich die Bestellung der Neukarte ausgelöst.

GAM

Der Vermögensverwalter GAM hat eigene Titel über 421 Millionen Franken zurückgekauft. Insgesamt erwarb er 30'865'269 eigene Aktien. Im Rahmen eines neuen Programms sollen über maximal drei Jahre bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien zurückgekauft werden.

40 Milliarden Dollar

So gross ist das Vermögen, das Wladimir Putin auf Schweizer Banken versteckt haben soll. Die Londoner «Times» nennt die Summe in einem Bericht über US-Pläne, Putins Privatvermögen zu blockieren. Das Problem: Putin habe die Gelder – laut amerikanischer Kenntnis – über Strohleute angelegt.

Leonteq

Die Aktionäre haben den Anträgen der Generalversammlung und der Schaffung von neuem Aktienkapital von bis 2,6 Millionen Franken zugestimmt. Zudem wird die Dividende auf 2 Franken pro Aktie erhöht. Die Auszahlung erfolgt am 27. April.

Optimismus

Die Schweizer CEOs sind zu 30 Prozent sehr optimistisch, was ihre Firma angeht – im Schnitt liegt die Quote bei 24 Prozent. Nur in China, Brasilien und Kanada sind die Chefs optimistischer. Insgesamt geben 80 Prozent der hiesigen Firmenchefs an, sehr oder recht optimistisch zu sein. Dies ergab eine Umfrage von Accenture.

Deutsche Bank

Welches Standing John Cryan mittlerweile hat, zeigt ein Gerücht, welches das «Manager Magazin» in der neusten Ausgabe streut: Danach soll der ehemalige UBS-CFO die Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen ersetzen. Die Bank dementierte umgehend.

Finma

Philipp Egger, der ehemalige Chef der Axa Winterthur, ist vom Bundesrat in den Verwaltungsrat der Finma berufen worden. Die Amtsperiode dauert noch bis 2015. Mit Egger setzt sich der Finma-Verwaltungsrat nun aus neun Mitglieder zusammen.

weitere News