Gewinneinbruch bei der Bank Sarasin

Schwierige Rahmenbedingungen haben zu einem markanten Gewinnrückgang bei der Bank Sarasin geführt. Nun sollen die Mittelfristziele überprüft werden.

Der Konzerngewinn der Bank Sarasin brach im 1. Halbjahr 2012 um 29 Prozent auf 48,2 Millionen Franken ein, wie das Basler Unternehmen am Montag mitteilte.

Der Betriebsertrag der Gruppe blieb um 9 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück und beläuft sich auf 330,3 Millionen Franken. Die Entwicklung der Ertragslage reflektiere einerseits die gestiegene Unsicherheit infolge der Zuspitzung der Euroschuldenkrise und die Zurückhaltung der Anleger, heisst es weiter.

Zudem seien die durchschnittlichen Kundenvermögen als Geschäfts- und Ertragsbasis im Vergleich mit der Vorjahresperiode deutlich tiefer.

Rückläufige Erträge an allen Fronten

Entsprechend nahm der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 13 Prozent auf 202,3 Millionen Franken. ab. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft zeigte sich robuster, reduzierte sich jedoch ebenfalls um 6 Prozent auf 70,3 Millionen Franken.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft belief sich auf 46,1 Millionen Franken (-10 Prozent). Das ordentliche Handelsgeschäft für Kunden sowie der Handelsertrag aus dem Geschäft mit strukturierten Produkten gingen deutlich zurück. Der übrige Erfolg stieg aufgrund des Verkaufs von Finanzanlagen auf 11,6 Millionen Franken.

Extrem hohe Cost-/Income-Ratio

Der Geschäftsaufwand der Sarasin Gruppe ging im Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2011 um 1 Prozent auf 259,1 Millionen Franken zurück.

Die Cost-/Income Ratio verschlechtert sich ertragsbedingt auf 83,3 Prozent (Vorjahresperiode: 76,4 Prozent).

Weitere Kunden werden abschiedet

Die leichte Abschwächung des Schweizer Frankens vorwiegend gegenüber dem Dollar ergab immerhin positive Wechselkurseffekte von rund 300 Millionen Franken. Vor diesem Hintergrund belief sich das Neugeldwachstum der Sarasin-Gruppe auf 500 Millionen Franken. Per Ende Juni 2012 betrugen die verwalteten Kundenvermögen 99,1 Milliarden Franken (Vorjahresperiode: 101,6 Milliarden Franken).

Die Bank Sarasin arbeitet gemäss weiteren Angaben gegenwärtig intensiv daran, die Weissgeldstrategie umzusetzen, und zwar mit dem Ziel, die Beziehung zu Kunden, bei welchen eine steuerliche Plausibilisierung in den verbleibenden Monaten 2012 nicht durchgeführt werden kann oder die nicht zur Regularisierung bereit sind, noch vor Ende 2012 aufzulösen.

Kunden unter der Lupe

Für bestehende internationale Kunden der Bank Sarasin in der Schweiz wurde ein umfassender Prozess eingeführt, mit dem die Bank die Steuersituation hinsichtlich der bei ihr hinterlegten Vermögenswerte analysiert. Dieser Prozess ist für das Buchungszentrum Schweiz im 2011 entwickelt bzw. definiert worden und seither gültig.

Ausgenommen von der Plausibilisierung sind verschiedene klar definierte Kundengruppen: Aufgrund der in der Schweiz geltenden Steuerpraxis der Selbstdeklarationspflicht in Kombination mit dem Verrechnungssteuersystem sind zum einen Kunden mit Wohnsitz Schweiz nicht betroffen.

Vom Prozess suspendiert

Zum andern hat die Bank Sarasin in Zusammenhang mit den verschiedenen initiierten Anpassungen auf politischer Ebene entschieden, Kunden mit Wohnsitz in Staaten, mit denen die Schweiz ein Steuerabkommen ausgearbeitet hat, das eine Abgeltungssteuer vorsieht, respektive kürzlich entsprechende Steuerverhandlungen aufgenommen hat, vorerst vom Prozess zu suspendieren.

Sollten die Verträge nicht in Kraft treten, werden diese Kunden wieder in den Plausibilisierungsprozess gemäss der Weissgeldstrategie der Bank Sarasin überführt.

Sofortmassnahmen eingeleitet

Die Geschäftsleitung der Sarasin-Gruppe hat nach der schwierigen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2012 auf der Kostenseite erste Sofortmassnahmen eingeleitet.

Bei den Sachkosten wurden Budgets gekürzt. Im Hinblick auf die Akquisition von neuen Kunden werden weiterhin neue Kundenberater angestellt, obwohl in allen Bereichen der Gruppe eine Effizienzsteigerung angestrebt wird.

Verhaltene Aussichten

Vor dieser Ausgangslage werden der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung die bisherigen Mittelfristziele einer Überprüfung unterziehen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen lässt ein im Vergleich mit den letzten Jahren zwar nicht mehr ganz so schnelles, aber weiterhin positives Neugeldwachstum der Sarasin-Gruppe erwarten.

 

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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