Mai
17
2012
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Vor drei Tagen hatte Madeleine Hofmann die Kündigung erhalten. Vor zwei Tagen nahm sie sich das Leben. Gestern wurde das Personal informiert.

Madeleine Hofmann zählte in der Schweiz zu den führenden Analysten für Finanztitel und wurde von den Medien entsprechend oft befragt. So auch am 15. April 2009 vom amerikanischen Wirtschaftsfernsehsender CNBC zum Quartalsergebnis der UBS.

Im Zuge der Restrukturierungen bei der Julius-Bär-Gruppe wurde Madeleine Hofmann Anfang dieser Woche die Kündigung eröffnet, wie «20 Minuten Online» heute meldete und von einem Sprecher der Bank bestätigt wurde. In der Folge beging die Mitarbeiterin vor zwei Tagen Selbstmord. Wegen der zeitlichen Nähe zur Entlassung hat die Bank eine Untersuchung eingeleitet. Auch anderen Mitarbeitern von Julius Bär wurde dieser Tage eine Kündigung ausgesprochen.

Tragische Ereignisse

Bereits im vergangenen Dezember nahm sich der CEO von Julius Bär, Alex Widmer, das Leben, nachdem die anhaltenden Verwerfungen in der Finanzwelt den erfahrenen Banker in eine tiefe persönliche Krise gestürzt hatten. Vor kurzem wurde sein langjähriger Mitarbeiter und Stabschef, Boris Collardi, zu seinem Nachfolger an der Spitze der Bank ernannt. Ihm oblag es in der Folge, den zielstrebigen Expansionskurs, den Widmer eingeschlagen hatte, abzubremsen, Kosten einzusparen und das Unternehmen in ruhigere Gewässer zu steuern.

Wie die Bank unlängst mitteilte, sollten die Kosten bis Ende 2009 um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Um das zu erreichen, waren offensichtlich Personalentlassungen unumgänglich.


Kommentare 

 
#31 Gast 2009-05-14 02:20
Wen wunderts, bei diesem CEO. Man kann nur hoffen dass die Berater mit den grossen Mandaten zusammenstehen, oder sich besser gleich selbständig machen, dann wird der Niedergang der Bank wohl in etwas beschleunigter Form voranschreiten. Die ehemaliigen UBS Berater haben es vorgemacht: Die Schweiz braucht wieder richtige Privatbanken und keine Fabriken mit inkompetenter Führungscrew. Clariden Leu und Sarasin sind übrigens nicht besser.
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#30 Gast 2009-05-13 19:25
Sie, ja, ich meinte "harmonisch". Auch Herr Wittmann, Herr Schrutt, Herr von Ah und Herr Schuhen waren topmotiviert und haben isch harmonisch ins Team eingegliedert.
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#29 Gast 2009-05-13 16:00
Die beiden Suizid-Abgänger hatten wenigstens Ehre im Leib. Man kann nur auf einen Nachzieheffekt bei der UBS hoffen. Wann tun Rohner, Kurer, Ospel u.a. der Gerechtigkeit Genüge und tragen dem gesunden Volksempfinden ebenso aus freien Stücken Rechnung?
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#28 Gast 2009-05-13 15:00
Sie meinten wohl "harmonisch"!!??

Klar ist ja wohl, dass die Bank topmotivierte Leute aussucht. Die bringen ihr ja etwas, alles andere war und ist diesem "HR" völlig egal. Die Kasse musste stimmen!! Das zeigen die beiden Tragödien der letzten Monate alzu deutlich!
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#27 Gast 2009-05-13 13:55
ein Burn-out hatte sie ganz sicher nicht. Sie war mutig und tüchtig. Fragen Sie besser, wie bei der Bank Bär mit den Menschen umgegangen wird!
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#26 Gast 2009-05-13 13:34
immerhin machen sie etwas. Warum deckt man nicht auf, wie diese sog. Privatbank mit den Menschen umgeht? Zu Zeiten des früheren Patrons H. Bär wäre so etwas nie passiert. Damals hatte die Bank wirklich noch Klasse!
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#25 Gast 2009-05-13 13:19
sprechen Sie doch bitte offen aus, wie man bei dieser Bank mit den Menschen umgeht, die Jahre aufopfernd für sie gearbeitet haben!!! Alle sprechen nur von der UBS - sprechen Sie doch einmal über die Bank Bär!
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#24 Gast 2009-05-09 15:52
Warum sollte das HR imkompetent sein ? Es wurden immer Mitarbeiter ausgewählt, die topmotiviert waren und harminisch ins Team passten.
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#23 Gast 2009-05-09 12:35
...und zusätzlich kommt das absolute inkompetente HR dazu!
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#22 Gast 2009-05-09 00:16
Die Assets von JB sind letztes Jahr um 40% geschrumpft. Die Kosten wurden bei weitem nicht im selben Ausmass gesenkt. Deshalb werden jetzt Leute entlassen. Da man nicht mit der Schlagzeile "Bär entlässt 500 Mitarbeiter" in der Zeitung stehen will, werden einfach punktuell Leute entlassen, meist unter irgendwelchen Vorwänden (schlechte Performance, Kundenreklamationen etc.). Es trifft auch langjährige loyale Mitarbeiter. Die Stimmung unter den verbleibenden Angestellten ist entsprechend mies.....
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