Hat Ihre Bank schon das gewisse Etwas?

An den Details zeigt sich, ob eine Bank bereit ist für den Wandel der Zeit: Service, Konti, Gebäude, Arbeitsplätze, Werbung. Hier geht es zur Test-Liste.

Wir sind auf eine interessante kleine Liste gestossen, die durchaus zu denken geben könnte: «The 31 Signs Your Bank Just Doesn't Get It», so der Titel, oder auf deutsch: 31 Indizien, dass es Ihre Bank immer noch nicht begriffen hat...

Die freche Aufzählung stammt von Rob Findlay, einem Spezialisten für Bankentwicklung in Singapur und Mitgründer der Fachkonferenz «Next Bank Asia». Er stellte sich die Frage, ob die Banken wirklich auf den anstehenden Kulturwandel eingestellt sind – und so legte er in seinem «Bank Channel» den Finger auf viele Punkte, die wir oft als selbstverständlich und gegeben wahrnehmen. Dabei müssten wir sie dringend überprüfen.

Hier elf Highlights von Findlays Liste (wobei wir uns erlaubt haben, sie ganz sachte auf hiesige Verhältnisse anzupassen). Testen Sie selbst: Wieviele dieser Warnsignale leuchten bei Ihrer Bank?

Gebäude: Der Hauptsitz ist ein marmor- und elfenbeinbeladene Bastion an teuerster Lage. Das soll Vertrauenswürdigkeit signalisieren. Aber solch ein Institut teilt uns auch mit, dass man seine Erlaubnis braucht, um sein Geld zurückzukriegen. Moderne Banken sind offen, lichtdurchflutet und nach dem Prinzip gebaut, dass die Angestellten zufrieden sind.

Social Media: Ihre Bank tüftelt immer noch an einem Geschäftsmodell für Social Media. Dafür blockiert sie Facebook und Twitter an den Arbeitsplätzen.

Online-Banking: Das Internet-Banking Ihres Instituts bietet immer noch nur die banale Transaktionshistorie – aber keine Analysen, keine Hilfsmittel, die es ermöglichen würden, mehr aus Ihrem Geld zu machen. Internet-Banking und Mobile-Banking werden nicht als nützliche Werkzeuge verstanden, mit denen man die persönlichen Finanzen begreifen, managen und optimieren kann.

Karten und Konti: Ihre Bank hat immer noch Dutzende Karten, Konti, Kreditmodelle und Produkte, obwohl eine Handvoll genügen würde.

Kundenservice? Lieber Compliance. Ihre Bank spart lieber bei einem Kerngeschäft wie dem Kundenservice als bei Funktionen, welche die Aktionärsinteressen schützen (zum Beispiel Compliance und Auditing). Banken verwechseln die Kunden oft mit einem Produkt, aus dem sie Geld herausziehen.

Kundenservice, zweiter Teil: Ihre Bank verrät ihr wahres Denken an der Generalversammlung – indem die Kunden dort kein einziges Mal erwähnt werden. Vorher und nachher gibt sich Ihre Bank natürlich wieder völlig «kundenorientiert».

Kleingedrucktes: Ihre Bank übergibt ihren Neukunden immer noch einen Berg von Dokumenten in kompliziertem Jargon, voll mit Bedingungen, versteckten Gebühren und  Abgaben im Kleingedruckten. Die Leute haben genug von dieser ständigen Trickserei.

Innovation?  Neue Ideen, Lancierungen, Produkte und Dienstleistungen holt sich Ihre Bank, indem sie die direkten Konkurrenten beobachtet. Derweil denken die Kunden, dass alle Banken gleich sind, und sie hoffen, dass Apple, Google oder Amazon endlich eine Bank eröffnen. Oder dass Richard Branson die Sache knackt.

• Innovation, zweiter Teil: Ihre Bank fragt die Kunden, was sie wollen, und sucht nicht, was sie brauchen.

• Design: Ihre Bank denkt, Design sei, wie die Dinge aussehen. Und nicht, wie die Dinge funktionieren.

• Werbung: Ihre Bank macht Werbekampagnen, in denen Sie ihre Verbindung zu Ihnen, Ihrer Seele, Ihrem Herz sucht.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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