GAM wieder mit Neugeldzufluss

Die GAM Holding weist für das erste Semester 2012 einen tieferen Gewinn aus. Positiv ist, dass im Netto-Neugeldzufluss eine Trendwende eingetreten ist.

Die im Asset Management tätige GAM Holding — im September aus der Julius-Bär-Gruppe ausgegliedert und verselbständigt — präsentiert ein differenziertes Halbzeitergebnis. Erfreulich ist die Zunahme der verwalteten Vermögen um 4 Prozent seite Ende 2011 auf 111,1 Milliarden Franken. Es ist in erster Linie das Resultat einer positiven Marktperformance sowie, zu einem geringeren Teil, günstigen Währungseffekten. 

Erfolg mit Fixed-Income-Strategien

Von GAM positiv gewertet wird der Umstand, dass im Berichtszeitraum wieder ein Netto-Neugeldzufluss verbucht werden konnte, und zwar von 0,9 Milliarden Franken. Im zweiten Semester 2011 hatte der Asset-Manager einen Netto-Abfluss hinnehmen müssen.

Vorteilhaft zu Buche schlugen die Performance Fees aus Fixed-Income-Strategien, die deutlich über den Schätzungen der Analysten ausfielen. Erfolgreich war GAM insbesondere bei den Strategien mit Absolute-Return-Ansatz, Schwellenländeranleihen und einem Fonds ,der in Katastrophenanleihen investiert.

Risikoaverse Anleger

Der operative Reingewinn im ersten Halbjahr betrug 70,2 Millionen Franken oder 30% unter dem Vorjahresergebnis. Darin spiegelt sich der um 14 Prozent gesunkene Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft.

Grund ist der Rückgang der durchschnittlich verwalteten Vermögen der Gruppe um 7 Prozent. Zudem spürte GAM die Zurückhaltung der Anleger gegenüber Marktrisiken und ein entsprechend geringes Engagement in Produkten mit einer höheren Marge.

Die Reduktion des Geschäftsaufwandes um 3 Prozent war zu gering, um den Rückgang auf der Einnahmenseite zu kompensieren. Zwar bildete sich der Personalaufwand um 6 Prozent zurück, doch erhöhte sich der Sachaufwand aufgrund der Auflösung von Rückstellungen im ersten Halbjahr 2011 sowie der Verbuchung nicht rückforderbarer Mehrwertsteueraufwendungen aus früheren Perioden.

Minderheitsbeteiligung enttäuschend

Einen argen Dämpfer musste GAM mitder als Minderheitsbeteiligung gehaltenen Artio Global Investors (Artio) hinnehmen. Der Ertragsbeitrag sank von 12,4 Millionen Franken im Vorjahr auf noch 1,8 Millionen Franken.

Der Buchwert der Beteiligung an Artio wurde per 30. Juni 2012 nach einer Prüfung auf seine Werthaltigkeit gemäss IFRS auf 55,5 Millionen reduziert. Die entsprechende zahlungswirksame Aufwendung von 22,5 Millionen Franken ist in der konsolidierten Erfolgsrechnung für das erste Halbjahr 2012 zwar berücksichtigt, nicht aber im operativen Reingewinn. Die Wertminderung wrude vollständig durch die Kapitalbasis der Gruppe aufgefangen, wie GAM schreibt.

Kostenmanagement bleibt Priorität

Verwaltungsratspräsident Johannes A. de Gier erwartet, dass die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern anhält. Er erwartet eine schwankende und schwer vorhersehbare Nachfrage nach Anlagestrategien- und klassen. Deshalb bleibe «das Kostenmanagement eine unserer Prioritäten», so Gier.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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