BLKB: «Der Informations-austausch wäre billiger»

Laut dem Chef der Basellandschaftlichen Kantonalbank wird das Steuerabkommen teurer für Banken mit geringer Auslandsaktivität. 

Die automatische Datenübermittlung an das Ausland würde die Basellandschaftliche Kantonalbank billiger zu stehen kommen, als die Ansätze über die Steuerabkommen, sagt Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der BLKB gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung».

«Als Institut, dessen Eigentümer der Staat ist, ist es doch sehr speziell, wenn wir aktiv Mechanismen unterstützen, welche die Leute dahingehend beraten, dass man Steuern nicht bezahlen soll. Deshalb haben wir als Institut kein Argument gegen eine Offenlegung», so Oberlin weiter.

Steurabkommen führt zu Doppelbesteuerung von Grenzgängern

Das Steuerabkommen mittels Abgeltungssteuer käme die BLKB teuer zu stehen. Denn ihr typischer Kunde ist Grenzgänger, der bei einem KMU in der Region oder in der Pharma-Industrie arbeitet, schreibt die «Basellandschaftliche Zeitung».

Diese Kunden laufen Gefahr, unter dem neuen Abkommen doppelt besteuert zu werden, wenn sie zu Hause in Deutschland ihre Steuern bereits brav bezahlt hätten.

Nicht gegen Bankgeheimnis

«Wir müssen jeden Kunden informieren, was er unternehmen muss. Da aber die Wegleitungen bisher fehlen, wissen wir nicht, welche Daten sie uns dafür liefern sollen. Und der IT-Lieferant Avaloq kann das Programm nicht spezifizieren, weil er keine Vorgaben hat», klagt Oberlin.

Gegen das Bankgeheimnis stellt sich Oberlin aber nicht. Der automatische Informationsaustausch wäre zwar billiger für die Bank. «Wir als Bank haben das umzusetzen, was die Politik uns vorgibt», schliesst Oberlin.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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