Plant Vontobel den Spin-off von Deritrade?

Seit geraumer Zeit spekuliert die Branche über die Struki-Plattform Deritrade der Bank Vontobel. Nun wird über eine Abspaltung gemutmasst.

Vontobel_Sitz_3

finews.ch berichtet auch schon darüber, dass die Plattform, über welche Strukturierte Produkte (ab 50'000 Franken) zusammengesetzt und gekauft werden können, weiteren Emittenten geöffnet werden soll. Doch bislang ist es bei «recht zuverlässigen» Gerüchten geblieben, und die Bank Vontobel (im Bild der Hauptsitz in Zürich) selber wollte bisher keine Stellung beziehen.

Nun brodelt es in der Gerüchteküche noch heftiger, wie die Anleger-Zeitung «Finanz und Wirtschaft» berichtet. Dem Vernehmen nach plant Vontobel nun eine Abspaltung von Deritrade. Das berichten offenbar «marktnahe» Quellen.

Ein eigenständiges Unternehmen werden

Vontobel gibt weiterhin keinen Kommentar ab. Wie weiter zu vernehmen ist, soll die Plattform vom Mutterhaus ausgegliedert und ein eigenständiges Unternehmen werden, über das Vontobel weiterhin Zertifikate emittieren würde.

Die «Finanz und Wirtschaft» sieht darin durchaus Vorteile: «Einerseits würde dannzumal die Metaplattform Deritrade gegenüber den anderen teilnehmenden Emittenten an Glaubwürdigkeit gewinnen. Sie wäre separiert vom Mutterhaus; Vontobel hätte somit keine Einsicht mehr in die Transaktionen dieser Emittenten.»

Gut für Asien

Ausserdem könnte ein eigenständiges Deritrade Vontobels Expansion in Asien begünstigen, die derzeit unter der Ägide von Konzernchef Zeno Staub forciert wird, wie auch finews.ch berichtete. Denn soviel ist auch klar, das Geschäft mit Strukturierten Produkten ist in den letzten paar Jahren sukzessive schwieriger geworden.

Doch für Vontobel ist dieser Geschäftsbereich enorm wichtig: Im ersten Semester stammten 77 Prozent des gesamten Betriebsertrags aus der Struki-Sparte. Dort nimmt Deritrade eine wichtige Position ein. Stattliche 60 Prozent des Primärvolumens (Zeichnungsprodukte) werden über die Plattform abgewickelt.

An Deritrade gekoppelt

Mit anderen Worten: Die künftige Entwicklung des Geschäftsgangs von Vontobel ist eng an Deritrade gekoppelt.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Die zehn gröbsten Fehler im Lebenslauf

Diese Fehler sollten Bewerber im Curriculum Vitae tunlichst vermeiden.

Selection

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News