Kantonalbank-Studie: Hohes Risiko für Kantone

Die Denkfabrik Avenir Suisse warnt: Die wirtschaftlichen Gefahren von Kantonalbank-Engagements scheinen für den Steuerzahler nur auf den ersten Blick begrenzt.

Auch wenn viele Schweizer Kantonalbanken weiterhin lokal und regional verankert sind, haben manche Institute international expandiert. Dabei sind auch Staatsinstitute Risiken wie Rechtsstreitigkeiten oder Überhitzungserscheinungen am Immobilienmarkt ausgesetzt.

Solche Wagnisse könnten die Kantonsfinanzen stark strapazieren, schreibt der Think Tank Avenir Suisse in einer Publikation. Kostspielige Hilfsaktionen zu Gunsten einzelner Kantonalbanken – teils in Milliardenhöhe – sind in den vergangenen 20 Jahren keine Seltenheit geblieben.

Trügerische Sicherheit

«Weil die Kantone die Werte ihrer Beteiligungen bisher meist sehr tief auf Basis der Nominalwerte ausgewiesen haben, scheinen die wirtschaftlichen Gefahren für die Steuerzahler auf den ersten Blick begrenzt», schreiben die Autoren Urs Meister und Ivo Scherrer

Tatsächlich aber müssten zur Bestimmung des finanziellen Risikos die weit höheren Marktwerte zu Grunde gelegt werden. Zudem haften die Kantone (ausser Genf, Waadt und Bern) spätestens im Liquidationsfall explizit für alle offenen Verbindlichkeiten ihrer Kantonalbanken, steht dort weiter. 

Staatsgarantie erhöht Risikoneigung

Es bestehe sogar die Gefahr, dass die Verankerung expliziter Staatsgarantien die Risikoneigung der Kantonalbanken erhöhe, so die Autoren. «Denn diese verbessern die Bonitätsratings der Banken und ermöglichen es ihnen, am Interbanken- und Obligationenmarkt zu besseren Konditionen Geld aufzunehmen.»

So bewertete Moody's 2011 die intrinsische Finanzkraft der Zürcher und der St. Galler Kantonalbanken – das heissst deren Bonität unter Ausblendung der Staatsgarantie – lediglich mit einem C+, und stufte sie damit nur leicht höher als die UBS (C) und tiefer als die CS (B) ein.

Hohes Haftungsrisiko

Dank expliziter Staatsgarantie erhalten die beiden Kantonalbanken aber effektiv um vier- bis fünf Stufen höhere Ratings (Aaa und Aal), heisst es weiter. Interessant dabei sei, dass die expliziten Staatsgarantien für ZKB und SGKB zu höheren Bonitätsaufwertungen führen als die impliziten Staatsgarantien für UBS und CS – und damit auch zu potenziell höherer moralischer Versuchung.

Ein Blick auf das Verhältnis zwischen Bilanzsumme der Banken und den jährlichen Ausgaben der Kantone zeigt zudem, dass das Haftungsrisiko der Kantone signifikant ist und die Kantonsfinanzen stark strapazieren könnte (Grafik).

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 Dieser Artikel ist auch im Wirtschaftsmagazin  «Die Volkswirtschaft» erschienen.

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Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

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Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

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Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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