UBS: Andreas Höfert wird neuer Chefkönonom

Nach dem jüngsten Verwirrspiel um das Rede- und Auftrittsverbot für Klaus Wellershoff hat die Schweizer Grossbank rasch gehandelt.

Andreas Höfert (im Bild links) wurde 1967 geboren und studierte Wirtschaft mit Spezialgebiet internationale Makroökonomik und Ökonometrie an der Universität St. Gallen, wo er auch seinen Doktortitel erwarb. Er ist Schweizer Staatsbürger und Bürger von Genf.

Er ist seit 1999 bei der UBS. Höfert arbeitete zunächst als Senior Economist im Corporate Center. Später übernahm er die Funktion des Head of Swiss Macroeconomic Research bei der Investmentbank. Vor seiner heutigen Tätigkeit war Andreas Höfert Leiter Macro- und Fixed-Income-Research in der Sparte Wealth Management in Amerika. Nun wurde Höfert zum Chefökonom der Geschäftseinheit Wealth Management & Swiss Bank ernannt.

Ein Verwirrspiel, das niemand kommentieren wollte

Für Verwirrung hatte gestern die Nachricht gesorgt, wonach dem bisherigen Amtsinhaber, Klaus Wellershoff, ein Aufritts- und Redeverbot auferlegt worden war. Die Pressestelle der UBS wollte die Situation nicht kommentieren, und Wellershoff selber sagte auf Anfrage: «Dazu darf ich mich nicht äussern.»

Der 45-jährige Klaus Wellershoff war jahrelang die Instanz in Sachen Wirtschaft und Konjunktur bei der UBS. Entsprechend stand er sehr häufig im Scheinwerferlicht, gab viele Interviews und trat an zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen auf. In diesem Frühjahr wurde bekannt, dass der gebürtige Deutsche die Bank verlassen würde. In der Folge verpasste ihm dann seine Arbeitgeberin einen Maulkorb.

Wellershoff nun ein unabhängiger Wirtschaftsexperte

Als Folge davon konnte Klaus Wellershoff am diesjährigen Logistik-Forum von dieser Woche im Zürcher Technopark nicht auftreten. Dort hätte er über die Auswirkungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung auf die Logistik referieren sollen.Mit der Ernennung von Andreas Höfert dürfte die Konfusion beendet sein. Der ausscheidende Wellershoff konzentriert sich nun auf seine laufenden Projekte als unabhängiger Wirtschaftsexperte, heisst es nun offiziell seitens der UBS. Mit anderen Worten: Wenn Klaus Wellershoff nun öffentlich auftritt, dann tut der das nur noch unter seinem eigenen Namen.

Bereits im vergangenen Herbst hatte Klaus Wellershoff einen Rückzug in Raten bekannt gegeben und war damals von seinen Aufgaben als Leiter des Research im Vermögensverwaltungsbereich der UBS zurückgetreten. Ende März 2009, nachdem er zwölf Jahre Chefökonom der Grossbank gewesen war, gab er seinen Abgang bekannt.

Selbständig unternehmerisch zu sein, finde er sehr spannend, sagte der gebürtige Deutsche damals den «Schaffhauser Nachrichten». Darum freue er sich auch auf seine Wahl in den Verwaltungsrat des Aufzugherstellers Schindler. Zudem, so Wellershoff weiter, gebe es eine ganze Reihe von Unternehmen, die weltweit tätig und daran interessiert seien, eine engere Begleitung in volkswirtschaftlichen Themen zu erhalten. Unter diesen Prämissen sah der renommierte Ökonom zahlreiche Chancen für seine berufliche Zukunft.

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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