Weiteres Kapitel von Clariden Leu geht zu Ende

Die Schweizer Falcon Private Bank übernimmt die Clariden Leu (Europe) Ltd. Dabei handelt es sich um eine 100-prozentige Tochter der Credit Suisse in London.

clariden_leu_500

Damit geht ein weiteres Kapitel in der wechselvollen Geschichte der lange Zeit ältesten Privatbank der Schweiz zu Ende.

Clariden Leu (Europe) Ltd. bietet Vermögens- und Anlageverwaltungsdienste für Privatkunden in den Kernmärkten Osteuropa, Naher Osten und Afrika sowie in weiteren Schwellenmärkten an, wie Falcon am Donnerstag mitteilte.

Vorbehaltlich der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen wird die Transaktion im 1. Quartal 2013 zum Abschluss kommen.

Namenswechsel geplant

«Diese Akquisition bringt uns unserem strategischen Ziel einen entscheidenden Schritt näher, zu einer führenden Boutique im Schweizer Privatkundengeschäft mit Schwerpunkt auf den Schwellenmärkten zu werden. Wir freuen uns, mit London als einem der wichtigsten Finanzplätze der Welt, unsere globale Präsenz zu erweitern und gemeinsam mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen unseren Horizont zu erweitern», erklärt Eduardo Leemann, Chief Executive Officer der Falcon Private Bank.

«Clariden Leu (Europe) Ltd. hat sich auf ihren Zielmärkten als führender Vermögensverwalter für vermögende und sehr vermögende Kunden positioniert, und wir wollen das erfolgreiche Geschäftsmodell sowie die bestehenden Depotbankverträge von Clariden Leu (Europe) Ltd. weiterführen. Abgesehen vom neuen Eigentümer und einem neuen Namen wird Clariden Leu (Europe) Ltd. weiter als unabhängiger Vermögensverwalter tätig sein», so Leemann weiter.

Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter

«Der Verkauf von Clariden Leu (Europe) Ltd. an die Schweizer Wealth-Management-Boutique Falcon Private Bank ist der beste Weg, Kontinuität für ihre Kunden und Beschäftigten zu gewährleisten. Er ist einer der letzten Schritte bei der erfolgreichen Integration von Clariden Leu in Credit Suisse. Ich wünsche im Namen von Credit Suisse dem ganzen Team viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft,» sagt Erich Pfister, Chairman des Board of Directors von Clariden Leu (Europe) Ltd. und Head Market Area UK/International for Private Banking Western Europe bei Credit Suisse.

Erich Pfister selber bleibt indessen bei der Credit Suisse, wie eine Sprecherin der Falcon Private Bank auf Anfrage von finews.ch mitteilte.

«Die Falcon Private Bank ist für uns die perfekte Wahl, und diese Transaktion gibt uns die Chance, unser Geschäft weiter auszubauen und für unsere Bestandskunden Kontinuität zu gewährleisten, unterstützt durch eine starke und dynamische Gruppe, die die Schwellenländer sehr gut kennt», erläutert Graham Stapeley, Chief Executive Officer von Clariden Leu (Europe) Ltd.

UBS auch involviert

Clariden Leu (Europe) Ltd. (ehemals Clariden Leu Asset Management UK) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Credit Suisse Group war bisher als unabhängige Rechtseinheit tätig. Sie hat ihren Sitz in London und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von über 2 Milliarden Franken (Stand Ende August 2012). Das Unternehmen hat 57 Beschäftigte, davon 22 Kundenberater (Relationship-Manager) und 10 Anlagespezialisten.

Der Kaufpreis wird nicht bekannt gegeben. Die UBS fungierte bei der Transaktion als Finanzberaterin der Falcon Private Bank.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Selection

Denke nach und werde reich

Haben Sie sich auch schon gefragt, welche Eigenschaft alle Millionäre teilen?

Selection

Selection

Die zehn gröbsten Fehler im Lebenslauf

Diese Fehler sollten Bewerber im Curriculum Vitae tunlichst vermeiden.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News