Geldmarktpapiere und Strukis haben es schwer

Die Anleger sind vorsichtiger und auch wählerischer geworden. Das belegt der jüngste Report des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP.

Auf Schweizer Bankdepots waren per Juli 2012  gemäss aktuellsten Zahlen der SNB 183,66 Milliarden Franken in Strukturierten Produkten angelegt. Das sind 0,38 Prozent mehr als im Vormonat, aber rund 5 Milliarden Franken weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

Tiefster Stand seit 2007

Verglichen mit anderen Wertpapierkategorien sind das 4,20 Prozent aller Gelder, die auf Schweizer Bankdepots angelegt sind. Es ist dies der tiefste Anteil seit 2007. Noch im August 2011 hatte der Anteil 192,43 Milliarden Franken oder 4,90 Prozent der Wertschriftenbestände in Kundendepots der Banken betragen.

Der Blick in die Kundendepots belegt die Entwicklung der Risikobereitschaft: Zwar hat diese im Juli 2012 gegenüber den Vormonaten wieder etwas zugenommen, kommt aber bei weitem nicht an die Risikobereitschaft im Jahr 2011 heran.

Aktien an der Spitze

Die gesamten Wertschriftenbestände haben im Vergleich zum Vorjahr von 4'046 Milliarden Franken auf 4'377 Milliarden Franken zugenommen. Das entspricht einem — allerdings nicht preisbereinigten — Anstieg von 8,18 Prozent. Der Anteil der Aktien beträgt 33,86 Prozent, gefolgt von der Kategorie Anlagefonds mit 31,60 Prozent und der Gruppe Obligationen mit 28,47 Prozent.

Schlusslicht Geldmarktpapiere

Abgeschlagen sind Strukturierte Produkte mit einem Anteil von lediglich 4,20 Prozent aller Kundengelder. Das Schlusslicht nehmen Geldmarktpapiere mit einem Anteil von 1,85 Prozent ein. In dieser Kategorie wurden seit dem Vorjahr denn auch die deutlichsten Abzüge (minus 25,69 Prozent) verzeichnet.

Im Juli 2012 entfielen von den Wertschriftenbeständen in Kundendepots der Banken 64 Milliarden Franken auf Privatkunden, 11 Milliarden Franken auf Kommerzielle Kunden und 109 Milliarden Franken auf Institutionelle Anleger.

 

 

 

 

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