UBS: Auf diese Leute setzt Andrea Orcel

Der frisch gekürte und nun alleinige Chef im Investmentbanking der UBS, Andrea Orcel, zaudert nicht. Bereits hat er die Leiter der neuen Abteilungen ernannt.

Andrea_Orcel_150Vergangene Woche gab die UBS nicht nur die Ernennung von Andrea Orcel (Bild links) zum neuen und alleinigen Chef der Investmentbank bekannt, sondern kündigte auch an, dass sie fortan zwei Abteilungen etablieren werde: Corporate Client Solutions sowie Investor Client Services.

Bereits hat Orcel nun die Leiter der jeweiligen Geschäftsbereiche bestimmt, wie einem Memo vom Montag zu entnehmen ist, das finews.ch vorliegt.

Nach Marktregionen aufgeteilt

Der Bereich Corporate Client Solutions umfasst die Fusionsberatung (Merger Advisory), die Kapitalmärkte (Capital Markets), Kredit-Finanzierungen (Leveraged Finance) sowie eine Spezialistengruppe, die Private-Equity-Firmen berät.

In Europa wird David Soanes Leiter der Sparte Corporate Client Solutions, während es in der amerikanischen Region (Americas) Steve Cummings sein wird. Im asiatisch-pazifischen Markt übernimmt sodann Matthew Grounds die Verantwortung.

Eine Ausnahme und Sonderaufgaben

Der Bereich ist grundsätzlich nach Regionen aufgeteilt, mit Ausnahme der Finanzierungslösungen, die angesichts der Risikokontrolle global gesteuert werden und zwar von Rajeev Misra, der die Leitung des Berichs Financing Solutions übernimmt.

Alle vier Manager werden an Orcel rapportieren. Simon Warshaw wird künftig als Berater wichtiger Kunden tätig sein und soll in Zusammenarbeit mit Orcel zudem die ganze Abteilung in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) ausbauen.

Nach Geschäftsfeldern aufgeteilt

Der Bereich Investor Client Services wird die Geschäftsfelder Aktienhandel (Equities), Devisen (Foreign Exchange), festverzinsliche Produkte (Rates) sowie das Kredithandelsgeschäft (Credits) umfassen.

In dieser Sparte wird Mike Stewart das globale Aktienhandelsgeschäft verantworten, Chris Vogelgesang und George Athanasopoulos werden in Personalunion (Co-Heads) das Devisengeschäft und den Edelmetallhandel leiten, während Chris Murphy globaler Chef für die festverzinslichen Produkte und das Kredithandelsgeschäft wird.

Alle vier werden an Orcel rapportieren.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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