Auslese: Die Finanzwelt im Internet — Oktober 2011

 

Mobile Banking ist bereits veraltet

Während sich Banken langsam mit neuen Technologien vertraut machen und Mobile Banking Lösungen implementieren, ist die Branche bereits weiter. Der Trend dreht in Richtung Social Financial Management.«Financial Services Club Blog», 31. Oktober.

 

Der gefährlichste Banker der Welt

Brian Moynihan, Vorstandschef der Bank of America, gilt in der Branche als gefährlichster Banker der Welt. Der 52-Jährige leitet ein ausserhalb der USA kaum bekanntes Institut, dessen Kollaps die aktuelle Krise in ein Desaster verwandeln könnte. William Black, früherer US-Regulierer und heutiger Forscher: «Ein Kollaps würde Lehman Brothers wie ein Schlagloch aussehen lassen. Wenn die BofA fällt, gehen wir alle über die Klippe.» «Handelsblatt», 31. Oktober

 

Der Mastermind der Occupisten

David Graeber, Anthropologe aus London und bekennender Anarchist, hat dazu beigetragen, die «Occupy»-Gruppierung zu einer globalen Bewegung zu entwickeln. Man kann den 50-jährigen zwar nicht als Anführer der Protestler bezeichnen. Gleichwohl ist er einer der Vordenker der Bewegung und verleiht dem Protest als Wissenschaftler eine historische Dimension. – «Businessweek», 31. Oktober

 

Staatsanleihen als Auslöser für neue Finanz-Kernschmelze

Harold James, Professor für Geschichte an der Princeton University, warnt vor einer Wiederholung der finanziellen Kernschmelze von 2008. «Diesmal liegt das Epizentrum nicht in den USA, sondern in Europa. Und diesmal geht es nicht um hochkomplexe strukturierte Finanzprodukte, sondern um eins der ältesten finanziellen Instrumente der Welt: Staatsanleihen. – «Handelsblatt», 31. Oktober

 

Die Banken verstehen ihre eigenen Bilanzen nicht

Durch gezielte Lobbyarbeit haben sich Banken grosse Spielräume erkämpft. Für Bankbilanzen muss es aber wieder enge Regularien geben. – «Welt Online», 31. Oktober

 

Die Headhunter schwächeln

Die Headhunting-Branche spürt die Folgen der Wirtschaftskrise, die sagenhaften Umsatzsprünge der vergangenen Jahre sind passé. Nur der Primus der diskreten Szene macht noch einen satten Schnitt. Ein Überblick über die Giganten unter den Personalprofis. – «Spiegel Online», 31. Oktober

 

Warum die Occupy-Leute nachts nicht lärmen sollten

Die Protestler könnten schnell den Rückhalt in der US-Bevölkerung verlieren, falls sie ständig Straßen blockierten und nachts laut herumbrüllten. – «Forbes», 28. Oktober

 

Madoffs missglückter Selbstmordversuch

Bernard Madoff, überführter Wall-Street-Betrüger, soll 2008, kurz nach seinem Geständnis, gemeinsam mit seiner Frau Ruth versucht haben, sich umzubringen. Doch trotz eines Tabletten-Cocktails seien beide am nächsten Morgen wieder aufgewacht . – «Here is the City», 28. Oktober

 

Martin Wolf und die Macht der Familie 

Der Chefkommentator der «Financial Times» will eine grosse Depression um jeden Preis verhindern. Im Interview, das der «Schweizer Monat» in seiner neusten Nummer abdruckt, argumentiert er überraschend nicht nur ökonomisch, sondern verweist auf seine Familiengeschichte: Seine Eltern waren vor den Nazi geflüchtet, die ihre Familien zerstört hatten. Und für Wolf ist es unbestreitbar, dass Hitler nur vor dem Hintergrund der grossen Depression an die Macht kommen konnte. – «Schweizer Monat», 27. Oktober

 

US-Wirtschaft ist auf Wachstumskurs

Ökonomen gehen davon aus, dass das dritte Quartal 2011 stark zum Wachstum in den USA beitragen wird. Konsumentendaten weisen darauf hin, dass in den letzten drei Monaten mehr ausgegeben wurde, als in den anderen beiden Quartalen. — «Bloomberg», 27. Oktober

 

Postbank-Avancen verärgern Banken

Trotz der letztjährigen Abfuhr durch das Parlament ist die Postfinance einen Schritt weitergekommen, eine Bank zu werden: Gestern hat die Post-Tochter ein Gesuch zur Unterstellung unter die Finma eingereicht. Die Banken zeigen sich nicht begeistert über die neue Konkurrenz. – «Handelszeitung», 26. Oktober

 

Die älteste Bank der Welt in den Wirren der Euro-Krise

Die 1472 gegründete Banca Monti dei Paschi in Siena steckt mitten im Euro-Wirbelsturm. Deshalb kann sie nicht mehr der «Bancomat der Region» sein. – «Wall Street Journal», 26. Oktober

 

Die unsinnigste Initiative des Jahrzehnts

Der Eintrag ist schon eine Woche alt, wir haben ihn halt erst jetzt entdeckt – und bei dieser Gelegenheit erwähnen wir auch gern, dass der «Batz»-Blog mehrerer Ökonomen immer wieder eine bereichernde Lektüre bietet. Jedenfalls: In einem neueren Post erklärt Aleksander Berentsen, weshalb die Gold-Initiative der SVP schlicht Unsinn ist. Er vergleicht Gold mit Ravioli – und liefert an diesem Beispiel eine kleine ökonomische Grundsatzerklärung. — 26. Oktober / «Batz.ch»

 

Der schöne Schein der Bankbilanzen

Weshalb konnte die UBS – wie andere Grossbanken – im dritten Quartal doch einen unerwartet schönen Gewinn ausweisen? Die «Frankfurter Allgemeine» liefert das Erklärstück dazu und gibt Einblick in kuriose Bilanzierungsrregeln. — 26. Oktober / «FAZ Finance»

 

«Occupy Grandma's Home»: Der Generationenkonflikt hinter der Kritik an den Banken

Der «Economist» analysiert die Hintergründe der Antibanken-Bewegung und sichtet letztlich einen Generationenkonflikt: Die jungen Leute ausbaden müssen, dass ihre Eltern und Grosseltern zuwenig ökonomische Weitsicht bewiesen. — 26. Oktober / «Economist»

 

Donato Scognamiglio: «Zuerst trifft es private Mehrfamilienhäuser»

Der Immobilienexperte Donato Scognamiglio warnt Privatanleger vor dem Kauf von kleinen Renditeliegenschaften. Das seien die ersten Opfer bei einer Immobilienkorrektur. – «Handelszeitung», 24. Oktober

 

Kümmert sich Josef Ackermann zu wenig ums Tagesgeschäft?

Der Deutsche-Bank-Chef sieht sich wenige Monate vor seinem Abgang Vorwürfen aus den eigenen Reihen ausgesetzt: Er kümmere sich zu wenig ums Tagesgeschäft, um als Präsident des internationalen Bankenverbandes IIF mit Politikern über die griechische Schuldenkrise zu reden. Am Dienstag vergangener Woche sei Ackermann nur per Video beim Treffen der obersten Führungskräfte zugeschaltet worden. – «Spiegel», 24. Oktober

 

Der Hedge-Fund-Manager und der Wahrsager

Raj Rajaratnam, Hedge-Fonds-Manager, der mit illegalen Informationen über 60 Millionen Dollar an der Wall Street ergaunert haben soll, äussert sich in einem Interview zu seiner Taktik im Prozess. Warum liess sich der Mann aus Sri Lanka nicht auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein, was seine Haft deutlich verkürzt hätte? Offenbar hat ein Wahrsager per Palmblatt-Lektüre ihm erklärt, er werde ohnehin freigesprochen. – «Newsweek», 24. Oktober

 

Weissgeld-Strategie: Glück im Unglück

Möglicherweise ist es mittelfristig für die Schweizer Finanzbranche ein Vorteil, dass sie sich ausgerechnet in einem garstigen Marktumfeld mit ihrer «Weissgeldstrategie» neu erfinden muss. – «Schweizer Bank», 24. Oktober

 

Tausende Kleinanleger könnten die Deutsche Bank verklagen

Die Deutsche Bank verkaufte Kleinanlegern geschlossene Fonds, die den Bau von drei Riesenrädern finanzieren sollten. Jetzt hat einer der Kunden, der fast seinen gesamten Einsatz verloren hat, vor Gericht die Entschädigung seiner Verluste erstritten. Die Bank muss sich möglicherweise auf Tausende weiterer Klagen einstellen. – «Süddeutsche Zeitung», 24. Oktober

 

Universalbanken: Das sind die Fortschritte bei der Schaffung neuer Gehaltsstrukturen

Das Institute of International Finance hat seinen Bericht über die Kompensationsstrukturen in der Branche vorgelegt. Das Ergebnis, tendenziell: Die Fixlöhne sind in den letzten drei Jahren gestiegen, die Boni gesunken (respektive stärker mit Auflagen belegt), es gibt weniger Garantien, die Perioden bei aufgeschobenen Auszahlungen haben sich verlängert, und tatsächlich sank der Anteil der Boni besonders bei risikobehafteten Positionen. —  21. Oktober / IIF, «Compensation Reform in Wholesale Banking: Assessing Three Years of Progress»

 

Konrad Hummlers Botschaft an die Franzosen

Die Expertise des Wegelin-Banquiers wird auch in Frankreich geschätzt – Steuerstreitigkeiten hin oder her. Im Magazin des «Figaro» äussert sich Konrad Hummler über die Euro-Turbulenzen und die Folgen für die Privatanlegen. — 21. Oktober / «Le Figaro Magazine»

 

Was steht hinter dem Euro-Gipfel?

Am kommenden Wochenende trifft sich die europäische Finanzspitze abermals, um nun eine Lösung für die Schuldenkrise zu finden, die auch greift. Diese Themen stehen auf der To-Do-Liste. — «FAZ», 20. Oktober.

 

Schweiz hinkt in der Firmenfreundlichkeit hinterher

Im jährlichen Bericht «Doing Business» untersucht die Weltbank, wie einfach es ist für Unternehmen, sich in einem bestimmten Land niederzulassen. Die Schweiz belegt 2011 nur den 22. Rang. Mit Singapur und Hongkong belegt Asien die Spitzenplätze. — «Die Welt», 20. Oktober.

 

Schweizer Banken schnallen Gürtel enger

Der radikale Umbau von EFG bietet «The Source» Anlass, auf die Umwälzungen in der Schweizer Finanzbranche zu blicken. Der «Wall Street Journal»-Blog zählt die bekannten Abbau-Massnahmen auf dem helvetischen Finanzplatz auf und lässt ahnen, dass noch mehr folgt. — 19. Oktober / «The Source»/WSJ.

 

Gerücht, neu aufgewärmt: Wells Fargo schluckt UBS Americas

Das Thema in einem der Blogs von «Forbes» lautet: Was wäre, wenn Wells Fargo das US-Wealth-Management der UBS übernehmen würde? Mehrere Experten stellen dies als idealen Move dar, zumindest für Wells Fargo. Dass die UBS Verkaufsabsichten in letzter Zeit klar dementiert hat, wird nicht erwähnt. Allerdings: Die Dementis stammen ja auch aus der Grübel-Ära… — 19. Oktober / «Forbes»

 

Gute Facebook-Auftritte von Finanzfirmen

Klare Navigation, einladender Look: Das Fachportal «The Financial Brand» hat ein paar Facebook-Startseiten aufgestöbert, in denen Finanzunternehmen ihrer Konkurrenz den guten Weg weisen — 19. Oktober / «The Financial Brand».

 

Die Empörten: Bewegung ist weder links noch rechts

Die weltweiten Proteste gegen Banken und die Auswüchse des Kapitalismus sind nicht einfach in ein Links-Rechts-Schema einzubinden. Hierbei geht es auch nicht mehr bloss um nationale Politik, sondern um globale Themen. — «Süddeutsche Zeitung», 17. Oktober

 

Werden Banken zwangskapitalisiert?

Die EU-Schuldenkrise drängt die Politik zu drastischen Mitteln. Die drohende Pleite Griechenlands könnte zu einem Schuldenschnitt und folglich zu einer Bankenkrise führen. Um dies zu verhindern, sollen europäische Institute zwangskapitalisiert werden. — «Die Presse», 17. Oktober

 

Morgan Stanley droht Millionenklage

Zwei Anwaltskanzleien haben sich im Kampf gegen Morgan Stanley Real Estate Investment zusammengetan. Sie fordern Schadenersatz in der Höhe von 250 Millionen Euro für geschädigte Anleger eines Fonds. — «Handelsblatt», 17. Oktober

 

Familien-Filz bei Raiffeisen

In der Genossenschaftsbank Raiffeisen gibt es keine klare Trennung von Geschäftstätigkeiten und Familienbanden. Bankenexperten halten dies für «problematisch». – «Tages-Anzeiger», 17. Oktober

 

Luxushotel auf Dexia-Kosten

Pierre Mariani, Dexia-Chef, lebt seit drei Jahren in einer Herberge der Extraklasse, und das auf Kosten der Firma. Dabei kriegt er bereits einen schönen Bonus. Und die Rettung der Bank kostet dem Steuerzahler Milliarden. – «Financial Times Deutschland», 14. Oktober

 

Warren Buffett: «Weitermachen bis zum Tod»

Der 81-jährige Investorguru will bei Berkshire Hathaway weiterarbeiten bis er tot umfällt. Sein Sohn Howard habe bestätigt, dass das Wort Ruhestand im Vokabular des Vaters fehle. – «Business Week», 14. Oktober

 

Munition für «Occupy Wall Street»

Eine neue Gehaltsstatistik des Staates New York liefert frische Munition für die Protestbewegung an der Wall Street: Die Gehälter von Bankern und anderen Wertpapierhändlern in New York sind im Jahr 2010 um 16 Prozent gestiegen. Ihr Durchschnittsgehalt beträgt 360 000 Dollar - einschliesslich Boni das Fünffache der in der Stadt gezahlten Durchschnittslöhne. Die Kehrseite der Medaille: Viele Banker müssen um ihre Jobs fürchten. – «Financial Times Deutschland», 14. Oktober

 

Grossrazzia gegen Steuersünder geplant

Steuersünder mit Schwarzgeld in Luxemburg müssen zittern. Der Fiskus ist im Besitz von Bankdaten deutscher Kunden der HSBC Luxemburg. Die 3'000 Datensätze haben drei Millionen Euro gekostet. Fahnder bezeichnen die Informationen als ausserordentlich ergiebig und das Material als erstklassig. – «Financial Times Deutschland», 14. Oktober

 

Historisches Insider-Urteil

Wegen verbotenen Insiderhandels muss der frühere Hedge-Fund-Manager Raj Rajaratnam für elf Jahre ins Gefängnis. Es handelt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um die längste Haftstrafe, die jemals wegen Insiderhandels verhängt wurde. – «Handelsblatt», 14. Oktober

 

Josef Ackermann verschreckt eigenes Top-Management

Josef Ackermann, Deutsche-Bank-Chef, hat mit einer einfachen E-Mail für Irritationen in seinem Top-Management gesorgt. Er hat ein wichtiges Spitzentreffen verlegt - bei dem es auch um die neue Führungsstruktur geht. – «Handelsblatt», 13. Oktober

 

«Occupy»-Bewegung zieht jetzt durch die Wohnviertel der Superreichen

New Yorks Superreiche bekommen die Wut der «Occupy Wall Street»-Bewegung zu spüren. Hunderte von Demonstranten zogen durch eines der teuersten Wohnviertel der Stadt und skandierten ihre Parolen. Im Fokus der Demonstranten war J.P.-Morgan-Chef Jamie Dimon. Doch der will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. – «Business Week», 13. Oktober

 

George Soros mobilisiert gegen die Krise

In einem offenen Brief wendet sich der Finanzguru an Ökonomen, Unternehmer und Politiker. Dabei fordert er einen vereinten Kampf gegen die Eurokrise mit stärkeren Massnahmen. — «Handelsblatt», 12. Oktober.

 

In welchem Land bezahlt man als Gutverdienender wieviele Steuern?

Hier sehen Sie es: Der neue «KPMG Individual Income Tax and Social Security Rate Survey 2011» ist erschienen. Er will die Unterschiede in der Steuerbelastung von Executives aufzeigen. Man kann unter anderem die Steuer- und Sozialstaats-Belastung bei Gehältern von 100'000 und 300'000 Dollar in über 100 Ländern vergleichen. — «KPMG Individual Income Tax and Social Security Rate Survey 2011».

 

Der Schweizer Franken als Aktienmarkt-Barometer

Der WSJ-Blog «The Source» stiess auf eine interessante Korrelation: Das Dollar/Franken-Verhältnis entwickelt sich fast parallel zum S&P 500, konkret: Die Korrelation beträgt 0,91. Bei genauem Hinsehen ist dieses Verhältnis natürlich auch recht logisch. — «Wall Street Journal / The Source», 12. Oktober

 

Natürlich kann man ohne eigene Investmentbank ein guter Wealth Manager sein

Wir sind jetzt erst auf eine interessante Stellungnahme von Pierre de Weck gestossen: Gegenüber «Reuters» nahm der ehemalige UBS-Mann Stellung zur Frage, wie sehr man im Private Banking auf ein eigenes Investmentbanking angewiesen sei. Die Antwort: «Investmentbanking ist keine Voraussetzung, um ein guter Wealth Manager zu sein. Aber wenn man es hat, gibt es viele Synergien.» Als Private-Banking-Chef der Deutschen Bank (die selber stark aufs Investmentbanking vertraut) ist de Weck ja durchaus eine befugte Stimme in der Debatte. Als Beispiel eines erfolgreichen grossen «Pure play»-Wealth Managers nannte er das Genfer Haus Pictet. — «Reuters», 26. September

 

Krise? Was für eine Krise? Sportauto-Verkäufe befinden sich auf der Überholspur

Die meisten Leute sorgen sich um die Wirtschaftsgang. Die Reichen reissen sich verzweifelt um Sportautos. Auf den neuen Ferrari, Modell «458 Spider», Verkaufsstart war im September, muss ein Käufer 12 bis 18 Monaten warten, sagt ein Sprecher der italienischen Automarke. Der Listenpreis beträgt in England 200'000 Pfund (285'000 Franken).  Die Nachfrage in China nach Ferraris schoss in der ersten Jahreshälfte um 116 Prozent hoch. – «Financial News», 10. Oktober 2011

 

Hedge Funds zerstören derzeit Vermögen

Die Anlagevehikel, die eigentlich dazu geschaffen sind, Kapital zu sichern und zu vermehren, erlitten in den letzten Monaten herbe Verluste. So kommen auch Pensionskassen in Bedrängnis. — «The Street», 11. Oktober.

 

Könnte sich der Fall-UBS wiederholen?

Nun, da einigermassen bekannt ist, wie der UBS-Händler Kweku Adoboli es geschafft hat, alleine die Risikosysteme der Grossbank zu umgehen, stellt sich die Frage, wo und wann sich ein ähnlicher Fall wieder ereignet, wenn sich mit fiktivem Handel die Systeme so einfach umgehen lassen. — «Wealth Manager», 11. Oktober.

 

Steuertrick von Clariden-Leu-Chef wird geduldet

Olivier Jaquet, CEO der CS-Privatbankentochter Clariden Leu, ist seit 2002 offiziell in Vaduz als wohnhaft gemeldet, seinen Lebensmittelpunkt hat er aber seit jeher in Männedorf an der Zürcher Goldküste. Weder die CS noch der Finanzvorstand der Gemeinde nehmen Anstoss an der Steueroptimierung, sehr awohl aber der kantonale Steuerinspektor. – «20Min.ch», 11. Oktober

 

Jetzt auch Kritik an Wall-Street-Demonstranten

Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York, geht angesichts der Anti-Wall-Street-Demonstranten («Occupy Wall Street») in die Offensive. Die Demonstranten wollten Jobs vernichten und würden Touristen fern halten, sagt er. – «Zeit», 10. Oktober

 

Ärger wegen fünf Dollar

Für einen Zulauf an Demonstranten sorgt die Ankündigung der Bank of America, die für den Gebrauch von Kreditkarten nun monatlich fünf Dollar mehr verlangt – und vor kurzem noch elf Millionen Dollar an Führungskräfte für deren Abschied gezahlt hat. – «Daily Finance», 10. Oktober

 

Die Biografie des Datendiebs

Heinrich Kieber ist in seiner Heimat verhasst, in anderen Ländern geniesst er aber einen guten Ruf. Er hat mit seinem Datendiebstahl den Liechtensteiner Finanzplatz traumatisiert und Hunderte von Steuersündern entlarvt. Doch eine Biografie zeigt nun, warum der Ex-Bankangestellte nicht zum Helden taugt. – «Spiegel», 10. Oktober

 

Zweifel an langfristiger Staatsgarantie

Die Ratingagentur Moody's hat mit einer Herabstufung der Ratings von zwölf britischen und neun portugiesischen Kreditinstituten die Sorgen um Europas Banken angeheizt. Im Falle Grossbritanniens glaubt die Agentur, dass der Staat die Institute im Notfall nicht so einfach stützen könne. Der britische Finanzminister George Osborne bemühte sich um Beschwichtigung. – «Financial Times Deutschland», 10. Oktober

 

Ritterschlag für Wall Street-Kritiker

Am Anfang war es ein Häuflein Aufrechter - jetzt hat «Occupy Wall Street» bereits 150 US-Städte erreicht und wurde gestern sogar durch Barack Obama geadelt: Er habe Verständnis für die Wall-Street-Demonstranten. – «Handelsblatt», 7. Oktober

 

Warum die UBS nicht aufräumt

Carsten Kengeter, Investmentbank-Chef bei der UBS, wehrt sich nach dem Handelsskandal bei der Schweizer Großbank und dem Rücktritt von Konzernchef Oswald Grübel offenbar dagegen, selbst den Hut zu nehmen. Im Top-Management der UBS müsse der Generationswechsel weitergehen, erklärte die einflussreiche Anlagestiftung Ethos. – «Handelsblatt», 7. Oktober


Nur Carsten Kengeter weiss wie

Nur Carsten Kengeter weiss offenbar, wie man die Investmentbanking-Abteilung schrumpft. – «Wall Street Journal», 7. Oktober


George Soros vor Gericht abgeblitzt

Der US-Milliardär und Investor, hat vor einem französischen Gericht eine Schlappe kassiert. Die Richter bestätigten die Millionenstrafe gegen den Grossaktionär wegen Insiderhandels im Übernahmekampf um die Bank Société Générale. Der 81-jährige Soros hatte argumentiert, der Insiderhandel als Straftat sei zur damaligen Zeit in Frankreich nicht ausreichend definiert gewesen. – «Financial Times», 7. Oktober

 

Die Bundesrätin, die das Bankgeheimnis abschafft

Sie ging ins Amt mit vielen Vorschusslorbeeren – doch heute herrscht Katerstimmung: Eveline Widmer-Schlumpf wird von allen Seiten hart kritisiert. – «Tages-Anzeiger», 7. Oktober

 

Konrad Hummler antwortet Peer Steinbrück

In der «Zeit» attackierte der ehemalige Finanzminister das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz – und schilderte den Finanzplatz, once again, als Schwarzgeldzentrale. Nun antwortet Wegelin-Bankier Konrad Hummer: In der neusten Ausgabe von «Die Zeit» legt er dar, weshalb er in der Steuerumgehung auch einen Notwehr-Aspekt sichtet. — «Die Zeit», 6. Oktober

 

Unser Aktientipp des Tages: Investieren Sie in Lobbyisten

Der «Economist» berichtet von einem bemerkenswerten Index – dem Lobby-Index. Danach haben Unternehmen, die viel Geld in politische Lobbyarbeit stecken, eine bessere Aktienperformance als der Gesamtmarkt. Verglichen wurden lobbystarke US-Unternehmen mit dem S&P-500. Und sowohl im Zeitraum seit 2008 als auch in längerer Perspektive schlugen die Lobby-Gesellschaften den Rest. — «Economist», 5. Oktober

 

Geschichte einer bemerkenswerten Bankwerbung

Auf seinem «Bank-Blog» dokumentiert der Berater Hansjörg Leichsenring die Geschichte einer Banken-Kommunikation, die anders ist: Die neuseeländische ASB-Bank baute über Jahre eine Soap-Opera auf, worin der Charakter des Instituts packend fürs Publikum dargestellt wurde. — «Der Bank-Blog», 5. Oktober


Konrad Hummler: «Der Franken ist zum Quasi-Euro geworden»

Die Staatsschuldenkrise und der Wertzerfall des Euro sind nur Symptome eines tiefgreifenden Führungsproblems der EU. Die Schweiz muss inmitten dieser kriselnden Region die Balance zwischen Eigenständigkeit und Zusammenarbeit finden. Ohne die aktuelle Politik der Nationalbank zu werten, rät der neue Wegelin-Anlagekommentar Nr. 279 den Anlegern, die Währungsdiversifikation ihres Portfolios dringend zu überprüfen, denn der Schweizer Franken ist zum Quasi-Euro geworden. – «Anlagekommentar der Bank Wegelin Nr. 279», 5. Oktober

 

George Soros schliesst sich dem Wall-Street-Protest an

Die Demonstranten, die gegen das Übel des Kapitalismus an der Wall Street auf die Strasse gehen, bekommen prominente Unterstützung. Er könne die Empörung der aufgebrachten, meist jungen Menschen verstehen, sagt der Finanzguru. — «Manager Magazin», 5. Oktober.

 

UBS: One-Bank-Modell hift Wealth Management

Trotz des Milliardenverlusts eines Händlers im Investmentbanking wird dieser Bereich der UBS nicht verkauft. Eine «Reuters»-Recherche zeigt auf, welche Gründe dahinterstehen: Das grösste Wachstum der Bank stammt aus Asien und Kunden aus dieser Region werde wiederum durch das Investmentbanking angezogen. — «Reuters», 5. Oktober.

 

Barclays Capital fordert Belegschaft zum Sparen auf

Barclays Capital streicht die Flüge ihrer Mitarbeiter und zahlt weniger Taxi-Spesen. Londons Finanz-Community-Plattform «Hereisthecity» publiziert das interne Memo, in dem die Investmentbank ihre Mitarbeiter dringend auffordert an den verschiedensten Orten zu sparen. – «Hereisthecity.com», 4. Oktober

 

Die Risiken der UBS

Der Interbankenmarkt ist angespannt. An der Investorenkonferenz der Bank of America Merrill Lynch in London am Dienstag gab UBS-Finanzchef Tom Naratil die Zahlen zu den Engagements seiner Bank in kriselnden Euro-Staaten bekannt: 158 Millionen Franken Netto-Risiko gegenüber der öffentlichen Hand Griechenlands, 743 Millionen Franken in Belgien, 718 Millionen in Italien. – «Handelszeitung», 4. Oktober

 

Steht die Grossbank Dexia auf der Kippe?

Die franko-belgische Bank brauche dringend Geld vom Staat. Denn die Liquiditätskrise im Euroraum spitze sich zu. Die Aktie der Bank fiel am Dienstag um bis zu 40 Prozent. Viele Anleger zweifelten, ob die Bank genügend Kapital hätte, um den drohenden Abschreiber auf griechischen Staatspapieren wegzustecken. – «Tagesanzeiger.ch/Newsnetz», 4. Oktober

 

Psychogramm eines betrügerischen Händlers

Was kennzeichnet einen Händler, der mit seinen Spekulationen eine Bank in massive Not bringt oder gar in den Ruin treibt? – «Slate», 3. Oktober

 

Weissgeld-Strategie: Glück im Unglück?

Möglicherweise ist es mittelfristig für die Schweizer Finanzbranche ein Vorteil, dass sie sich ausgerechnet in einem garstigen Marktumfeld mit ihrer «Weissgeldstrategie» neu erfinden muss. – «Schweizer Bank», 3. Oktober

 

Axel Weber will sich Sergio Ermotti nicht aufzwingen lassen

Axel Weber, der designierte Verwaltungsratspräsident der UBS, kann nun offenbar offiziell bei der Suche nach dem definitiven Konzernchef der Grossbank mitreden, da er ein Beratermandat hat. Sein Favorit soll der Appenzeller Hugo Bänziger sein und nicht etwa Interimschef Sergio Ermotti. – «Tages-Anzeiger», 3. Oktober

 

Besetzt die Wall Street

Bei einer Kundgebung in New York gegen zunehmende Armut und die Macht der Banken hat die Polizei mehr als 700 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Sie hatten zuvor die Brooklyn Bridge blockiert. Nach stundenlanger Unterbrechung wurde die berühmte Hängebrücke wieder für den Verkehr freigegeben. – «Frankfurter Allgemeine Zeitung», 3. Oktober

 

Schweiz droht mit Negativzinsen für Ausländer

Die Schweiz will gegen die Aufwertung ihrer Franke-Währung notfalls alle Register ziehen. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf prüft als Option unter anderem Kapitalkontrollen und Negativzinsen auf ausländische Konten. – «Handelsblatt», 3. Oktober

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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