Das verdient man im Private-Equity-Geschäft

Ein Blick über den Gartenzaun: Die Private-Equity-Branche bietet nicht nur Einstiegschancen – sondern auch Boni wie zu den guten alten Zeiten.

Letzte Woche wagten wir einen ersten Blick nach nebenan: Was verdient man in der Hedge-Fund-Branche? Klar wurde dabei, dass dort die Grundlöhne deutlich höher sind als bei Banken, Versicherungen und Wealth Management: Erfahrene Händler können sich bei grossen Hedgefonds einen Grundlohn von etwa 260'000 Franken erhoffen. Kommt hinzu, dass der Trend dort weiterhin aufwärts zeigt. 

Jetzt der nächste Blick über den Gartenzaun: Was ist im Private-Equity-Geschäft zu holen? Einen Eindruck davon gibt der «Private Equity Compensation and Employment Review 2013» von Preqin; das Unternehmen mit Sitz in New York hat sich darauf spezialisiert, Marktforschung und Datengewinnung im Bereich Alternative Anlagen zu betreiben.

Für die branchenweite Compensation Review, soeben veröffentlicht, wurden die 200 wichtigsten Unternehmen befragt, in Europa, Asien, Nordamerika. Und der Trend erwies ich dabei als positiv:

  • 34 Prozent der befragten Private-Equity-Firmen melden, dass sie im laufenden Jahr höhere Boni ausbezahlen als 2011. 
  • 47 Prozent sagen, dass die Boni unverändert bleiben. 
  • Und nur 19 Prozent gehen hier auf die Bremse.

Auch fürs kommende Jahr deuten die Zeichen nach oben. 46 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass ihre Grundlöhne 2013 bis zu 10 Prozent klettern werden; 11 Prozent rechnen sogar noch mit deutlicheren Steigerungen; und 43 Prozent erwarten zumindest gleichbleibende Saläre.

PrivateEquity_Lohne_2013

Am höchsten sind die Vergütungen dabei in den USA – und dies mit erheblichem Abstand. Auf Ebene Principal/Director  erreicht die Gesamtentlöhnung in der Private-Equity-Branche 614'000 Dollar, während die Summe in Europa bei 341'000 Dollar und im asiatisch-pazifischen Raum bei 294'000 Dollar liegt (jeweils Grundlohn, Boni und Carried Interest).

Am anderen Ende der Hierarchie ein ähnliches Bild: Ein Analyst erreicht in den USA durchschnittlich 115'000 Dollar, in Europa 96'000 Dollar und in Asien etwa 45'000 Dollar.

Im mittleren Bereich erreicht ein Senior Associate in der US-Private-Equity-Industrie etwa 340'000 Dollar. In Europa sind es 255'000 Dollar und in Asien 183'000 Dollar.

Die Branche bietet Einstiegschancen

Schade nur, dass die Job-Aussichten in der Branche nicht unbedingt glänzend sind: Die Preqin-Daten deuten an, dass die Branche derzeit kaum expandiert. Das Londoner Stellenportal «eFinancialcareers» zitiert dazu allerdings eine Spezialistin der weltweit tätigen Unternehmens Private Equity Recruitment mit einer positiven Einschätzung: Im mittleren Bereich gebe es weiterhin eine grosse Nachfrage – etwa nach Berufsleuten mit vier oder fünf Jahren Branchenerfahrung.

«Die Private Equity-Firmen haben 2008 einfach damit aufgehört, neue Leute einzustellen, und die meisten spüren nun, dass ihnen auf diesem Niveau Expertise fehlt.» Auch in tieferen Chargen gebe es eine rege Nachfrage – während Topleute indessen derzeit kaum gefragt seien.


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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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