IFRS 13 – gute Nachricht für Versicherer und Immo-AGs

Swiss Life und Allreal freuts: Die neue Rechnungslegungsnorm IFRS 13 führt zu einer Höherbewertung neu gebauter Mehrfamilienhäuser.

«Highest and best use» heisst das neue Prinzip, das ab 1. Januar 2013 auch in der Schweiz in der Liegenschaftenbewertung zur Anwendung kommen soll.

Das hat die Expertengruppe «Immobilienbewertung und Rechnungslegung» zur Anwendung von Artikel 13 in der internationalen Buchprüfungsnorm IFRS beschlossen, berichtet der «Schweizer Treuhänder» in seiner Dezember-Ausgabe (nur gegen Bezahlung).

Wer profitiert?

Davon könnten einige Versicherungen und börsenkotierte Immobiliengesellschaften profitieren, schreibt Markus Waeber, Immobilien-Analyst bei der Zürcher Kantonalbank in einer Analyse (online nicht zugänglich).

Zu den Gesellschaften, die zumindest leicht von IFRS 13 profitieren könnten, zählt der Immobilienexperte die Bâloise, Helvetia, National, Swiss Life und Zurich Insurance respektive die Allreal, Intershop, Mobimo und PSP.

Spürbar bei neuen Liegenschaften und Entwicklungsarealen

Die Expertengruppe der Revisoren erwartet zwar laut «Schweizer Treuhänder» keine grösseren Wertverschiebungen.

Doch gerade bei neuen Liegenschaften und bei Entwicklungsarealen könnte das Potenzial im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld weiter nach oben verschoben werden, erwartet man beim Beratungsunternehmen Pricewaterhousecoopers.

Die mögliche Umnutzung zu Stockwerkeigentum bestimmt den Wert

Letztlich geht es um den fairen Wert (Fair Value) von Immobilien. Der soll noch näher an die gängigen Transaktionspreise herangeführt werden.

Die Änderung zur bisherigen Marktbewertungsmethode, die das Mieterhöhungspotenzial bereits berücksichtigt, liegt darin, dass auch für die Bewertung von vermieteten Wohnungen eine mögliche Umnutzung zu Stockwerkeigentum unterstellt wird.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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