Reuss Private schafft Haftungsdach für EAMs

Mit dem Erhalt der Bewilligung als Effektenhändler kann der unabhängige Vermögensverwalter Reuss Private sein Dienstleistungsangebot markant ausbauen.

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Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat der Reuss Private die Bewilligung als Effektenhändler erteilt, wie einem Communiqué vom Montag zu entnehmen ist. Damit erhält der unabhängige Vermögensverwalter gemäss eigenen Angaben einen noch «direkteren Zugang zu den Finanzmärkten».

Die Bewilligung als Effektenhändler sei ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Strategie von Reuss Private, ihren Kunden eine komplette Dienstleistungspalette anzubieten, heisst es weiter. In der Vermögensplanung für Unternehmer und Executives wie in der Unterstützung von unabhängigen Finanzberatern erhöht der direktere Zugang zu den Finanzmärken dank dem Status als Effektenhändler die Flexibilität und Unabhängigkeit von Reuss Private und schafft zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten.

Bereits erfolgreich in Deutschland

Dazu gehört auch die Möglichkeit, das in Deutschland von Reuss Private bereits seit geraumer Zeit praktizierte Modell des Haftungsdaches auch in der Schweiz anzuwenden und so unabhängige Vermögensverwalter dank einem umfassenden Service in ihrer unternehmerischen Freiheit zu stärken, und es ihnen zu ermöglichen, die steigenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, wie Adriano B. Lucatelli (im Bild oben) gegenüber finews.ch präzisierte.

Weiter sagte Lucatelli: «Die Bewilligung als Effektenhändler durch die Finma hilft uns auch für unsere Zusammenarbeit im internationalen Verbund der Reuss Private Group. Die Lizenz ist für uns eine Bestätigung und Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und der Lohn für die Investitionen in Compliance und Infrastruktur. Der neue Status wird uns dabei helfen, unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen zu können.»

Zielkundschaft: Externe Vermögensverwalter

Reuss Private ist ein unternehmerisch geführter, unabhängiger Vermögensverwalter. Unternehmer und Executives erhalten eine auf ihre privaten und geschäftlichen Bedürfnisse und Zielsetzungen massgeschneiderte Vermögensplanung. Reuss Private bildet zusammen mit der deutschen Fonds- und Versicherungsplattform Fondsnet in Erftstadt, und dem deutschen Haftungsdach-Pionier BN & Partners in Frankfurt, die Reuss Private Group.

Die Ankündigung kommt am selben Tag, an dem finews.ch bereits exklusiv über ähnliche Pläne der Credit Suisse berichtet hat. Die Grossbank will ebenfalls die externen Vermögensverwalter enger an sich binden.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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