Liechtenstein legt Abkommen mit USA vor

Die rechtliche Basis für ein Amtshilfe-Abkommen zwischen Liechtenstein und den USA ist geschaffen. Das Abkommen könnte als Vorlage für die Schweiz dienen.

Gestern informierte der Liechtensteinische Regierungschef Klaus Tschütscher über das Umsetzungsgesetz zum Tax Information Exchange Agreement (TIEA), das im Juni dem Landtag vorgesetzt wird. Wie das «Liechtensteiner Vaterland» berichtet, wird mit dem Gesetz eine rechtliche Grundlage für das Steuerinformationsaustausch-Abkommen mit den USA geschaffen.

Abkommen nach OECD-Standard

Das TIEA basiert auf dem OECD-Standard und beabsichtigt die Verlängerung des QI-Status. Dieser ist in seiner alten Form am 31. 12. 2008 abgelaufen und nun provisorisch um ein Jahr ausgeweitet worden. Mit dem neuen Gesetz verpflichtet sich Liechtenstein, bei Vorliegen eines betrügerischen Steuervergehens nach US-Recht, Amtshilfe zu leisten. Demnach findet keine Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung mehr statt.

Information auf Verlangen

Tschütscher betont jedoch, dass der Informationsaustausch ein Amstshilfegesuch voraussetzt und daher nicht automatisch erfolgt. Er erfolgt daher «nur auf Anfrage, das heisst auf der Basis eines präzis formulierten Ersuchens.» Liechtenstein muss den Anträgen nur Folge leisten, wenn bestimmt Kriterien, wie beispielsweise Angaben über die Identität des Steuerzahlers und die Darlegung des zugrunde liegenden Sachverhalts, vorliegen.

Das Ländle als Vorreiter

Auch die Schweiz arbeite derzeit an einem überarbeiteten Steuerinformationsaustausch-Abkommen mit den USA. Der Vorstoss aus Liechtenstein könnte die Schweiz daher unter Druck setzen. Denn auch hierzulande kennt man noch den Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Jener Unterschied, der den ausländischen Finanzbehörden Kopfzerbrechen bereitet und die Schweiz auf dubiose schwarze Listen brachte. Bundesrat Merz hat bereits angekündigt, diese Differenzierung fallen zu lassen. Die Frage ist nun nur noch wie und wann.

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Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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