Boni: Pech für Middle und Back Office

Ausgerechnet dort, wo fleissig eingestellt wird, sinken die variablen Löhne: Dies zeigt eine neue Datenerhebung. Der Graben zwischen oben und unten verbreitert sich.

Compliance, Finance oder Risk Management – wer in diesen Bereichen Expertise hat, ist in der Bankewelt momentan gefragt. Neue Regulierungsanforderungen, neuer Druck der Aktionäre und die Bemühungen um ein neues Image bewegten viele dazu, hier umzugewichten.

Doch auch wenn es nun einfacher ist, in diesen Bereichen einen Job zu finden – bei der Bezahlung sieht es nicht so gut aus. Dies ergab die jährliche Gehaltsumfrage des Stellenportals «eFinancialcareers» ergab. Dabei wurden die Daten von 2'000 Angestellten der Finanzbranche in Europa, Amerika und Asien erhoben.

Mehr Angestellte

Demnach sanken die Boni in den Bereichen, die zum «Middle Office» und «Back Office» gehören, stärker als die der anderen Bereiche. Zum einen ist das kurios, wenn doch die Arbeitskräfte so begehrt sind. Zum anderen aber würde es genau daher auch teuer für die Banken, den Angestellten einen hohen Bonus zu zahlen.

Denn der Anteil der Mitarbeiter dort wächst proportional. Laut «Efinancialcareers» stieg zum Beispiel der Anteil der Angestellten der Deutschen Bank, die in dem Bereich arbeiten, zwischen 2010 und 2012 von 62 auf 68 Prozent.

Grundgehälter steigen

Die Analytiker von eFinancialCareers verweisen aber auch auf ein anderes Ergebnis: Es findet sich im neuen «Salary Survey» der Recruitment-Firma Robert Walters – wo ein Ergebnis ist, dass die Grundgehälter bei den gefragten Bereichen stärker steigen als anderswo. In den Bereichen Compliance und Risk Management stiegen sie zum Beispiel um 6,4 und 3,2 Prozent, im Bereich Operations nur um 0,7 Prozent.

Gail Danvers von der Recruitmentfirma PSD Group erklärte gegenüber «Efinancialcareers» ausserdem, dass sich eine Form von Elite bei den qualifizierten Angestellten bildet. Diese würden dann enorm hohe Boni erhalten, während die der weniger Qualifizierten sinken. Wer also weiterhin gut bezahlt werden will, sollte sich weiterbilden und immer höhere Qualifikationen ansammeln.

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NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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