TCMG verfolgt Multi-Boutiquen-Ansatz

Die neu gegründete TCMG-Gruppe unter der Ägide von Beat Wittmann will im laufenden Jahr eine Handvoll Asset-Management-Gesellschaften konsolidieren.

Wie finews.ch bereits meldete, hat Beat Wittmann mit renommierten Weggefährten eine neue Gesellschaft namens TCMG Asset Management gegründet. Inzwischen ist auch die Website aufgeschaltet.

Die Spekulationen in der Branche, wonach die Firma im Umfeld der Notenstein-Tochter 1741 Asset Management, der Notenstein-Beteiligung an EFG Financial Products und der Bank Vontobel eine Rolle spielen dürfte, erweisen sich als unzutreffend.

Multi-Boutiquen-Ansatz

Die neu gegründete Firma verfolgt vielmehr als unabhängiges Unternehmen einen Multi-Boutiquen-Ansatz und will noch in diesem Jahr eine Handvoll erstklassiger Asset Manager übernehmen und in die Gruppe integrieren, wie Beat Wittmann exklusiv gegenüber finews.ch erklärte. Dabei sollen die einzelnen Firmen ihre Marke und ihre operative Eigenständigkeit weitestgehend behalten.

Der Fokus liegt dabei zunächst auf der Schweiz, mittelfristig sollen aber auch selektiv Objekte in Europa geprüft werden, wie von Wittmann weiter zu erfahren war. Als erste Boutique soll die in Zollikon bei Zürich domizilierte Dynapartners dazu stossen, die 2009 von Beat Wittmann mitgegründet worden war. Langfristig könnten rund zehn Firmen dazu stossen.

Beste Beziehungen

Eine Annäherung an das Raiffeisen-Umfeld – jenseits des finanziellen Engagements – steht derzeit nicht zur Diskussion. Wittmann betont denn auch, dass Dynapartners mehrheitlich über die Plattform der Credit Suisse buche, und auch zu anderen grossen Privatbanken wie Vontobel und Julius Bär beste Beziehungen als Vermögensverwalter unterhalte.

Anzunehmen ist allerdings, dass die Raiffeisen-Gruppe, die bereits an Dynapartners mit schätzungsweise 20 Prozent beteiligt ist, auch Aktionärin von TCMG Asset Management ist.

Grosse Konsolidierung

TCMG Asset Management übernimmt auf dem Schweizer Finanzplatz eine Vorreiter-Rolle, wenn es darum geht, das Asset-Management-Geschäft als wichtigen Ertragspfeiler auszubauen, wie das die Schweizerische Bankiervereinigung und die Swiss Funds Association Ende 2012 propagiert hatten.

Wittmann geht in den nächsten zwei Jahren von einer grossen Konsolidierung in der Asset-Manager-Branche aus, wie er verschiedentlich schon erklärte, unter anderem auch gegenüber finews.ch. Unternehmerisch tätigen Asset-Management-Gesellschaften soll TCMG ein Dach sowie diverse Dienstleistungen im Rahmen der Regulierung, Infrastruktur und Governance bieten.

Beispiele im Ausland

Vergleichbare Geschäftsmodelle wie jenes von TCMG Asset Management gibt es im Ausland durchaus schon. Ein Beispiel ist die in London domizilierte Northill Capital.

Wie weitere Recherchen ergaben, will Beat Wittmann den CEO-Posten bei Dynapartners aufgeben, um danach vollumfänglich und unabhängig als Chef von TCMG Asset Management zu agieren. Mit Daniel Kornmann als designierter Chief Operating Officer soll noch ein weiterer Dynaparterns-Mann zu TCMG wechseln. Zur Unabhängigkeit und Reputation soll überdies der designierte Präsident des Verwaltungsrats beitragen: Andreas Bär ist der Sohn von Thomas Bär aus der Bankiersfamilie Julius Bär.

Insgesamt soll das Unternehmen schlank bleiben und bestenfalls ein halbes Dutzend Mitarbeiter umfassen. Das Kürzel TCMG steht für The Capital Management Group, soll ausgeschrieben aber nicht verwendet werden.

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Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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