Jobsuchende sind nicht aufmerksam genug

Ein Karriereportal analysierte, wie Arbeitssuchende Jobanzeigen im Internet lesen. Das Ergebnis: Schlechter, als sie es selbst glauben.

Jobsuchende könnten sich beim Lesen der Anzeigen offenbar deutlich mehr Mühe geben – und wissen das gar nicht. Eine Untersuchung des Karriereportals «The Ladders» ergab, dass potenzielle Bewerber unter einer Minute damit verbringen, sich Job-Angebote durchzulesen. Die nötigen Qualifikationen würdigen sie mit gerade einmal 14 Sekunden.

Mit einer Technik namens Eye Tracking untersuchte man, welche Teile einer Jobanzeige potenzielle Bewerber wie genau studieren. Das Ergebnis: Je weiter unten etwas steht, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es wahrgenommen wird. Und das, obwohl dort oft die Qualifikationen stehen, die für einen Job benötigt werden.

Gar nicht bewusst

Den Bewerbern selbst ist das gar nicht bewusst. Fast die Hälfte der Jobsuchenden gab an, mindestens 5 Minuten mit der Anzeige zu verbringen, bei 19 Prozent waren es sogar mindestens 10 Minuten.

Wie sich herausstellte, lasen sie die Angebote allerdings nur rund 50 Minuten, bevor sie beschlossen, der Job sei nicht geeignet. Bei einem für sie interessanten Angebot verbrachten sie rund 80 Sekunden.

Nicht Leserfreundlich

Bei «The Ladders» sieht man die Schuld aber nicht nur bei Jobsuchenden. Laut einem Blogeintrag sollten sich auch die Arbeitgeber mehr Mühe geben, wenn sie die Angebote zusammenstellen. Oft seien diese nicht in einer besonders Leserfreundlichen Art präsentiert. Daran könne es oft auch liegen, wenn sich nicht genügend geeignete Bewerber finden.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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