Banken nutzen Kundendaten zu wenig

Finanzinstitute verfügen über eine Menge an Kundendaten. Gemäss einer neuen Studie werden diese aber höchst selten zum besseren Kundenumgang benutzt.

In der Bankenindustrie ist man sich einig, dass die richtige Analyse von Informationen zentral für den Geschäftserfolg ist.

So ist es wenig erstaunlich, dass in der Studie «Analytics: The Real World Use of Big Data» von IBM 71 Prozent aller Finanzunternehmen glauben, dass der Gebrauch von Informationen und deren Analyse einen kompetitiven Marktvorteil gegenüber der Konkurrenz bringen kann.

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Wie wichtig gute Daten für die Banken sind, zeigt auch die Entwicklung der Signifikanz, welche Finanzinstitute der Datenanalyse zuordnen. Vor zwei Jahren noch glaubten nur 36 Prozent aller Banken, dass sie sich durch Datenanalyse einen Vorteil erarbeiten.

Kanäle bleiben ungenutzt

Der Fokus der Banken liegt dabei hauptsächlich auf der Analyse von Daten, die sich für Kundenzwecke nutzen lassen. Die gesammelten Daten stammen gemäss der IBM-Studie hauptsächlich aus internen Quellen. Darin sehen die Studienurheber ein grosses Aufholpotenzial. Denn wichtige Datenkanäle, wie Social-Media oder Call-Center-Daten, würden nicht ausreichend genutzt.

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Einerseits seien dies ungenutzte Quellen und andererseits mangle es den Finanzinstituten an diversifiziertem Datenmaterial. Denn die von Banken angehäuften Daten würden hauptsächlich aus Transaktions- und Log-Daten von Kunden stammen. Damit würden sich die Banken zu stark auf die Daten aus den internen Kanälen verlassen, kritisieren die IBM-Experten.

Mangelhafte Analyse

Eine gute Analyse von «Big Data» – so der Übername der gross angelegten Datenanalyse – erfordere nicht nur diversifizierte Daten, sondern auch die richtigen Tools, um diese auszuwerten. Auch in diesem Bereich scheint die Finanzindustrie nicht ganz auf der Höhe zu sein.

Die Kern-Analysetools seien zwar vorhanden, aber besonders bei der Datenvisualisierung und Textanalyse mangle es den Finanzinstituten, heisst es in der Studie. Solche Tools seien wichtig, um die riesigen Datenberge tiefgehend untersuchen zu können.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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