Bloomberg versuchte Reuters-Deal zu stoppen

Thomson Reuters liess relevante Marktdaten Sekunden zu früh an bestimmte Kunden los. Und zahlte Geld dafür. Die Konkurrenz versuchte das zu stoppen.

«Ultra Low Latency» heisst der Service, den die Nachrichtenagentur «Reuters» zahlenden Kunden anbietet. Das heisst: Sie erhalten relevante Marktdaten zwei Sekunden früher. Und das ist im Hochfrequenzhandel eine Ewigkeit. Kostenpunkt: 5'000 Dollar pro Monat, plus 1'025 Dollar Verbindungskosten.

Und das ist für die Nachrichtenagentur offenbar ein so lukratives Geschäft, dass sie für die Daten einiges an Geld zahlt, berichtet das «Wall Street Journal». Die University Of Michigan erhielt für die Rechte in diesem Jahr 1,1 Millionen Dollar von «Reuters», heisst es.

Email vom «Bloomberg»-Chef

Und wie das Nachrichtenportal «Business Insider» nun herausfand, versuchte die Konkurrenz schon im Jahr 2006, den Deal zu verhindern. Der damalige «Bloomberg»-Chef Rich Jaroslovsky schrieb eine E-Mail an die Universität. Wenn sie das Reuters-Angebot annehme, so Jaroslovsky, dann unterstütze Sie einen korrupten Journalismus. «Jede andere Nachrichtenagentur ausser Reuters ist im Nachteil, ganz zu schweigen von allen Händlern, die nicht für den Service zahlen», so die E-Mail.

Doch Erfolg hatte «Bloomberg» mit dem Apell an die Moral offenbar nicht. Und ganz sauber ist auch diese Agentur nicht. Ebenfalls kürzlich kam heraus, dass Bloomberg-Journalisten private Daten wie Instant-Messaging und Zugriffe auf Informationen von Kunden genutzt hatten, um Marktbewegungen einzuschätzen.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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