Dominique Strauss-Kahn teilt aus

Europa? Von Schafen angeführt. Das Bankensystem? Sehr, sehr krank. Der ehemalige IWF-Chef nimmt in einem Interview mit «CNN» kein Blatt vor den Mund.

Dominique Strauss-Kahn ist alles andere als kleinlaut. Klagen, Vorwürfe, Rücktritt, das alles ist in seinen Aussagen in der «CNN»-Sendung «Quest means Business» mit Richard Quest kein Thema.

Stattdessen spricht er Klartext. Hier einige Highlights der DSK-Aussagen. Das Interview ist das erste in englischer Sprache, das Strauss-Kahn seit 2011 gegeben hat.

Zu Europa: «Es gibt ein arabisches Sprichwort: Eine Armee von Löwen, die von Schafen angeführt wird, wird immer von der Armee von Schafen mit einem Löwen als Anführer geschlagen. Genau das ist das Problem in Europa.»

«Viele Führungspersönlichkeiten in Europa sind durchaus fähig. Aber das europäische System ist so aufgebaut, dass keine Entscheidung getroffen werden kann.»

Zu Europas Banken-System: «Das Bankensystem in Europa ist krank. Sehr, sehr krank. Viel kränker noch, als die Leute sagen. ... Da muss viel aufgeräumt werden.»

Zu seiner öffentlichen Demütigung im Jahr 2011: «Ich war wütend. Ich hatte keine Ahnung, was da los war.»

«Man sollte doch eigentlich im Zweifel unschuldig sein. Aber als ich der Öffentlichkeit vorgeführt wurde, war ich von denen ja quasi schon verurteilt.»

Ein Zimmermädchen eines New Yorker Hotels hatte dem Ökonomen vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Die Anklage gegen Strauss-Kahn wurde schliesslich fallen gelassen. Doch Strauss-Kahn musste seinen Posten als IWF-Chef aufgeben. Auch seine Chancen auf eine Präsidentschafts-Kandidatur, die einst gut eingeschätzt wurden, verlor er.

«Was in einem Hotelzimmer geschieht, ist absolute Privatsache.»

Zu Frauen: Ich glaube, ich habe überhaupt kein Problem mit Frauen.

Das komplette Interview sehen Sie hier.

 

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