Eigene ETFs entwickeln mit ETF Securities

Vermögensverwalter können künftig White-Label-Exchange-Traded-Funds entwickeln und in Europa auf den Markt bringen.

Canvas von ETF Securities bietet eine Reihe von Dienstleistungen rund um das Angebot von Exchange Traded Funds (ETFs). Hierzu gehört auch, ETFs über die bestehende Plattform von ETF Securities aufzulegen oder ein individuelles Emissionsvehikel zu entwickeln, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Zudem können die Vermögensverwalter mit Canvas bestehende UCITS-Fonds in einen ETF umwandeln sowie einen UCITS-Fonds um eine ETF-Anteilsklasse erweitern.

Erleichterter Marktzugang

ETF Securities bietet ETFs seit 2008 an und hat die Entwicklung von Exchange Traded Products (ETPs) als einer der Pioniere in der Industrie mitbegleitet. Das Unternehmen will seine Expertise im Markt nun dafür nutzen, neuen Anbietern den Marktzugang zu erleichtern und damit das Angebot für Investoren zu erweitern.

«Asset Manager selbst nutzen seit einiger Zeit immer intensiver ETFs. Sie erkennen, dass dies einer der wichtigsten Wachstumsbereiche in der Industrie ist, da allein rund 350 Milliarden US-Dollar in Europa in den Produkten investiert sind», erklärt Matt Johnson, der Leiter des Vertriebs in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) bei ETF Securities.

Und er ergänzt: «Allerdings verfügen viele Vermögensverwalter nicht über die Infrastruktur, die Expertise oder die Ressourcen, um ihre eigenen Produkte aufzulegen.»

Effizienter Weg für Vermögensverwalter

Canvas bietet ihnen einen effizienten Weg, um ETFs auf den Markt zu bringen. Die Vermögensverwalter können sich auf die gemäss Firmenangaben über Jahre bewährte Expertise und Infrastruktur von ETF Securities verlassen. «Bereits heute haben daher einige Unternehmen
aus Europa, den USA und China Interesse an unserem neuen Service-Angebot gezeigt», sagt Matt Johnson.

Im vergangenen Jahrzehnt ist das in ETFs verwaltete Vermögen um das Zehnfache gestiegen, wie es weiter heisst. ETF Securities erwartet, dass der Markt weiter wächst und in den beiden kommenden Jahren um mehr als 50 Prozent zulegt.

Ständiger Dialog

Institutionelle Investoren und Privatanleger nutzen ETFs verstärkt, um ihre Investments in den Regionen entwickelte Aktienmärkte und Emerging Markets umzusetzen, sowie um ausgewählte Anlageklassen abzubilden. Weiter ausgebaute Vertriebskanäle in verschiedenen Marktsegmenten und Regionen sowie die steigende Bekanntheit von ETFs im Markt werden die Nachfrage nach diesen Investmentprodukten voraussichtlich weiter steigern, gibt man sich bei ETF Securities zuversichtlich.

«Wir befinden uns in einem ständigen Dialog mit unseren Investoren und können daher schnell auf ihre Anforderungen reagieren», ergänzt Johnson. «Der Start von Canvas ist eine von mehreren Initiativen, mit denen wir unser Geschäftsmodell um neue Bereiche erweitern wollen.»

ETF Securities wird Investoren weiterhin unverändert seine eigenen UCITS-ETFs anbieten, die nun durch die Experten von Canvas und ihrem Service unterstützt werden.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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