Die Mehrheit der Banking-Apps hat Lecks

Die Nutzung von Mobil-Apps für Bankgeschäfte schreitet unaufhaltsam voran. Aber das könnte gefährlicher sein, als wir meinen.

Als sich Ariel Sanchez, ein Angestellter der Computer-Sicherheits-Firma IOActive Labs, daran machte, 40 Banking Apps der 60 «einflussreichsten Banken der Welt» zu testen, war er skeptisch gewesen, ob er überhaupt irgendwelche Mängel finden würde. Doch bald sei er eines besseren belehrt worden.

Wie er auf seinem Blog berichtet und an Einzelbeispielen darlegt, versagten viele Banken schon bei der Implementierung der Basis-Sicherheits-Vorkehrungen. Und dies sogar noch, nachdem sie auf die Schwachstellen aufmerksam gemacht worden seien.

Nicht geschützt gegen Man-in-the-middle-Attacken

Oder allgemein gesagt: Die Mehrheit der Banking-Apps haben ein Leck – oder mehrere. Der Forscher, der die Banking-Apps von fünf Dutzend Grossbanken während 40 Stunden geprüft hatte, listete auf, wo sich die Probleme häuften: Wie leicht lassen sich die Apps für Phishing-Aktionen missbrauchen? Oder enthalten viele Log-Files sensible Daten? Oder ist es möglich, über sogenannte Man-in-the-middle-Attacken die vollständige Kontrolle über den Datenverkehr zwischen zwei Kommunikationspartnern zu erlangen? Diese Lücke stellte er immerhin bei 40 Prozent der Apps fest.

Banken reagieren nicht auf Warnung

Noch schlimmer war laut Sanchez, dass er Lücken fand, die es einem Angreifer möglich machen, die Authentisierung zu umgehen. Dadurch erhält er Zugang zur Infrastruktur der Bank und kann diese mit Viren infiltrieren.

Sanchez nannte die Namen der Banken nicht – sie finden sich auf allen Kontinenten –, er gab aber an, dass er einige Institute bezüglich der Sicherheitslücken informierte habe. Keine dieser Banken habe sich bisher aber bemüssig gefühlt, diese Lücken zu beheben.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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