McKinsey: «Krasses Umdenken erforderlich»

Die Strategen von McKinsey haben ein Auge auf das europäische Private Banking geworfen. Der Finanzplatz Schweiz kommt überraschend gut weg.

Auf den ersten Blick kommen die nackten Zahlen aus der Studie von McKinsey-Stratege Frederic Vandenberghe sehr erschreckend daher: Die verwalteten Kundenvermögen (Assets under Management, AuM) im europäischen Private Banking schrumpften um 15 Prozent, und der Profit gar um mehr als 40 Prozent.

Aber auch die Margen gingen um gut ein Viertel zurück, wie die Studie «European Private Banking Survey 2009» des Strategieberatungsunternehmen McKinsey & Company zum Schluss kommt.

Lichtblick: Finanzplatz Schweiz

Im Gegensatz zum Gros der Konkurrenz konnten die Schweizer Privatbanken jedoch zulegen. Ihre Kundenvermögen stiegen gesamthaft um rund drei Prozent. Damit bleibt die Schweiz trotz Steuerstreit mit der EU und den USA der wichtigste Offshore-Finanzplatz der Welt.

Als Gründe für diese unerwartete Entwicklung nennt Frederic Vandenberghe die Diversifikation des hiesigen Offshore-Geschäfts. Andere Finanzplätze würden sich beispielsweise exklusiv auf Kundenvermögen aus der EU beschränken. Die Schweiz hingegen beherberge Gelder von Kunden aus der ganzen Welt.

Drastische Änderungen von Nöten

Für eine Erholung im gesamteuropäischen Private Banking brauche es jedoch ein krasses Umdenken. Die Aussicht auf lange Zeit war, dass der Markt prosperierend bleibe, sagt Frederic Vandenberghe. Doch nun stellte sich heraus, dass der gesamte Beratungsprozess neu definiert und entsprechend angepasst werden müsse.

Die Kunden wollten heute qualitativ hoch stehende Beratung, bei der sie ihre Risiken und deren ökonomischen Kontext verstünden, folgert man bei McKinsey.

Selektiver Personalabbau

Viele Banken haben bereits Massnahmen zur Kostensenkung ergriffen und Kürzungen bei Marketingbudgets, neuen IT-Investitionen und Boni beschlossen. Sollte die Wirtschaft sich nicht schnell genug erholen, werden allerdings nachhaltigere Einschnitte erforderlich. «Ein strafferes Performance-Management der Mitarbeiter, selektiver Personalabbau sowie die Aufgabe kleinerer Standorte können mögliche nächste Schritte sein», sagt Jens Hagel.

Gleichzeitig sollten Banken sich bemühen, das Vertrauen der Kunden in ihre Bank zu stärken. Beratungsansätze und Produktangebote sollten wesentlich besser auf die Kundenbedürfnisse und das Marktumfeld abgestimmt werden. Dabei können Aspekte wie Kapitalschutz und Transparenz im Fokus stehen, die für Kunden derzeit besonders wichtig sind.

Für die Umfrage wurden insgesamt gut 150 Privatbanken befragt. Davon definierten sich knapp 70 Prozent als Universalbank. Die übrigen, gut 30 Prozent bezeichneten sich als reine Privatbanken. Weitere Angaben zur Studie finden Sie auf diesem Link.

 

 

 

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Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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