BlackRock hat einen neuen Schweiz-Chef

Der US-Asset-Manager hat seinen neuen Chef für das Schweizer Geschäft bei einem seiner Konkurrenten abgeworben. Wie Recherchen von finews.ch ergeben haben, ist es Christian Staub von Pimco.

Der Abgang von Martin Gut als Schweiz-Chef von BlackRock war im vergangenen November eine grosse Überraschung gewesen. Die jetzt erfolgte Ernennung seines Nachfolgers ist ebenso eine Überraschung, handelt es sich doch um den Schweiz-Chef des Konkurrenten Pimco,  Christian Staub. Diese exklusiven Informationen hat BlackRock-Sprecher Marc Bubeck gegenüber finews.ch bestätigt.

Staub war seit 2008 Schweiz-Chef des US-Konkurrenten Pimco und ein dekorierter Asset Manager, der den Schweizer Markt sehr gut kennt. Er stiess 2005 zu Pimco von Allianz Global Investors, wo er seit ebenfalls für das Schweizer Geschäft verantwortlich gewesen war.

Bei BlackRock wird Staub neben der Schweiz zusätzlich auch die Leitung der Regionen Deutschland, Österreich und Osteuropa übernehmen, wie Bubeck weiter sagte. Auch in diesem Bereich hatte BlackRock eine Vakanz, nachdem Regionen-Chef Dirk Klee zur UBS nach Zürich gewechselt hatte.

Christian Hinze bleibt Chef bis 1. Juli

Staub wird seine Stelle bei BlackRock am 1. Juli antreten. Bis dahin werden die Geschäfte weiterhin von Christian Hinze geleitet, der nach Guts Abgang in die Bresche gesprungen war. Hinze ist Managing Director und Chief Operating Officer.

Gut hatte als Schweiz-CEO ein schnelles Expansionstempo eingeschlagen. Unter seiner Ägide hatte BlackRock auch das Privatmarkt-Multimanager-Geschäft der Swiss Re als auch die ETF-Aktivitäten der Credit Suisse übernommen.

Schweiz bleibt Schlüsselmarkt

Damit erhöhten sich die verwalteten Vermögen auf rund 120 Milliarden Dollar, die Anzahl Mitarbeiter verdreifachte sich. Gemäss einem internen Memo, welches BlackRock an die Mitarbeiter verschickt hat, sollen Staub und sein Team das Wachstum aufrecht erhalten.

Die Schweiz und Deutschland seien die wichtigsten Märkte der EMEA-Region. BlackRock unterhält Büros in Zürich, Genf Frankfurt, Wien, Bratislava und in Warschau mit über 200 Angestellten.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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