Schreiben Sie Bernie Madoff Ihre Meinung!

Wer dem Finanzbetrüger etwas mitteilen will, hat nun die Möglichkeit dazu. Ein paar New Yorker Kreative haben die Website madoffmail.com gestartet.

Die Ausgangslage ist bekannt: Der Amerikaner Bernard Madoff ist zu 150 Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Vielzahl von Anlegern mit seinem Schneeball-System hinters Licht geführt hat und dabei einen Gesamtschaden von mindestens 50 Milliarden Dollar anrichtete. Darum sitzt er nun in einer Zelle im Vorzeigegefängnis Butner in North-Carolina.

Madoff Mail

Vor diesem Hintergrund haben Aaron Adler, Mike Long und Fritz Simon die Website madoffmail.com lanciert. Über diese Site hat jedermann die Möglichkeit, Bilder, Texte, Collagen und andere publizistische Erzeugnisse dem gefallenen Finanzjongleur zukommen zu lassen.

Besucher aus über 100 Ländern

Die Werke gelangen nicht direkt zu Madoff, sondern werden alle sechs Monate von den drei Initianten paketweise übermittelt. Rein theoretisch werden sie also noch 300 Mailpakete versenden.

Offenbar entspricht madoffmail.com  einem Bedürfnis, denn gemäss Aaron Adler tummeln sich wöchentlich bereits an die 20'000 Leute aus über 100 Ländern auf der Website. Wie sich zeigt, sind die Botschaften überaus vielfältig. Neben den banalen Verwünschungen und Drohungen nehmen sich manche Schreiberlinge der Sache höchst seriös an.

Hilfe von Buddha?

Sie entwerfen kleine grafische Kunstwerke, sie scheuen sich auch nicht vor psychologischem Tiefgang oder Assoziationen zu Buddha. Das mag man Madoff durchaus gönnen, angesichts der knapp 150 Jahre, die ihm im Kittchen noch verbleiben.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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