Das ging aber schnell: Washington sperrt Gelder von Sani Abacha

Sani Abacha (1943–1998)

Erinnern Sie sich noch an die legendären Abacha-Gelder? Jetzt werden sie auch andernorts entdeckt. Ein interessanter Musterfall über gewisse Unterschiede zwischen den Finanzplätzen.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Schweiz und den USA? Antwort: 15 Jahre. Denn um so viel länger benötigten die USA, um sich hinter die Konten des ehemaligen nigerianischen Diktators Sani Abacha zu machen.

Wie das US-Justizministerium und das FBI mit Datum vom 5. März 2014 mitteilen, fordert Washington nun die Einfrierung von 458 Millionen Dollar, welche vom ehemaligen Herrscher Nigerias und seiner Entourage in diversen Ländern eingerichtet worden waren. Es sei «the largest kleptocracy forfeiture action» in der Geschichte des Ministeriums, lobt das Communiqué.

Jersey, Frankreich, England

Laut den Ermittlungen der Amerikaner lagern 313 Millionen Dollar auf zwei Bankkonten auf Jersey sowie 145 Millionen Dollar auf diversen Konten in Frankreich. Man wisse auch von rund 100 Millionen Dollar, die in diversen Portfolios in England lagern, so die FBI-Ermittler; der genaue Umfang sei hier aber noch abzuklären.

Sani Abacha, der 1998 verstorbene Diktator des grössten afrikanischen Staates, wurde für die Schweizer Bankenpolitik zu einer wegsetzenden Figur: Der Bundesrat beschloss 1998 in einer raschen Aktion, die hierzulande versteckten Vermögenswerte von Abacha und seiner Familie einzufrieren. Danach fanden sich Depots auf rund einem Dutzend Schweizer Banken, darunter Credit Suisse und UBS. Mehrere Banken kassierten von der damaligen EBK eine Rüge, weil sie die Diktatorengelder zu fahrlässig angenommen hatten.

Sani Abacha 500

Hier 458 Millionen, da 458 Millionen

Im Gefolge kam es zu einem langwierigen Verfahren – bis am Ende 458 Millionen Dollar aus der Schweiz an Nigeria zurückerstattet wurden, der grösste Teil vor ziemlich genau zehn Jahren. Die Summe, welche 2004 und 2005 aus der Schweiz wieder nach Nigeria gelangte, entspricht also genau den Beträgen, welche die US-Ermittler jetzt in anderen Ländern dingfest gemacht wurden.

«Wir werden es nicht zulassen, dass das US-Bankensystem zu einem Werkzeug wird, mit dem Diktatoren ihre kriminellen Erträge verstecken können», lässt sich die zuständige FBI-Direktorin Valerie Parlave zitieren. «Diese Aktion demonstriert die Fähigkeit des FBI, internationale Korruption und Geldwäsche zu bekämpfen, indem es die Vermögenswerte der Akteure beschlagnahmt. Ich danke den Special Agents, Finanzanalysten und Staatsanwälten, deren harte Arbeit über die Jahre zur heutigen Ankündigung geführt haben.»

Dem ist aus Schweizer Sicht wohl nichts hinzuzufügen.

 

 

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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