Gurke unter Zwangsverwaltung

Es ist eines der  bekanntesten Gebäude Europas –  und ein Aushängeschild von Swiss Re. Jetzt musste für den «Gherkin» in London eine Rettungsaktion lanciert werden.

Das Gebäude ist ja auch bekannt unter dem Namen «Swiss Re Tower», denn immerhin ist es der Londoner Sitz des Rückversicherers – und Swiss Re ist auch mit Abstand der wichtigste Mieter an der 30 St. Mary Street Axe

Aber die Besitzer des Rundturms sind die Banken- und Private-Equity-Gruppe Evans Rendall sowie die Deutsche Fonds Holding AG. Beide besitzen je 50 Prozent.

Langes Zögern

Angesichts zahlreicher offener Rechnungen entschieden sich nun die Gläubiger, das Gebäude unter Zwangsverwaltung stellen zu lassen. Zwei Deloitte-Spezialisten, Phil Bowers und Neville Kahn, sind ab sofort für das Management des 48'000-Quadratmeter-Gebäudes verantwortlich. Dies melden – unter anderem – «Reuters», «City A.M.» und die «Estate Gazette».

«Die wichtigsten Gläuber zögerten lange, einen Zwangsvollstrecker einzusetzen», sagte Kahn gegenüber dem Londoner Fachblatt. «Aber sie kamen zum Schluss, dass sie angesichts der wachsenden offenen Rechnungen keine Wahl hätten.» Auch hätten die dünne Eigenkapitalbasis der Besitzer zu diesem Schritt veranlasst.

Die nächsten Schritte

Immerhin gehe es darum, den Wert eines weltweit bekannten Wahrzeichens zu bewahren. Wichtig sei es, den problemlosen Betrieb fortzusetzen.

Der nächste Schritt dürfte wohl ein erneuter Verkauf sein. Laut einer Mitteilung von Deloitte befinde sich das Gebäude weiterhin «in trophy condition». Die finanziellen Probleme erklärten sich aus der der komplexen Kapitalstruktur, die auf mehreren Währungen aufgebaut sei.

Konkurs angemeldet

Evans Rendall und die deutsche Immobiliengesellschaft IVG hatten die Gurke im Jahr 2007 von der Swiss Re übernommen – für 630 Millionen Pfund, finanziert durch einen 400-Millionen-Kredit eines Bankenkonsortiums.

IVG meldete letztes Jahr Konkurs an, die Bestände landeten inzwischen in der Deutschen Fonds Holding. Das Unternehmen hat inzwischen Mühe, die Kredite zu bedienen. 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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