Die Zulaufs starten einen Mischfonds

Das neue Vehikel von Felix Zulauf kommt jetzt in Deutschland auf den Markt – und soll bald auch in der Schweiz lanciert werden.

Felix Zulauf wurde bekannt als Hedge-Fund-Grösse, mit seinem Sohn Roman Zulauf gründete er dann letztes Jahr den Vermögensverwalter Vicenda Asset Management in Zug. Und jetzt wechselt Zulauf damit ins normale Fonds-Geschäft: Gemeinsam mit der Frankfurter Universal-Investment lanciert er einen Mischfonds.

Der Vicenda Multi Asset Opportunities Fund ist ab heute auf dem deutschen Markt und soll flexibel in unterschiedliche Asset-Klassen investieren.

Felix und Roman Zulauf fungieren dabei als Co-CIOs, wobei sie mit dem neuen Ucits-Fonds auf Kapitalerhalt, Risikomanagement und Liquidität setzen. Das Vehikel soll unabhängig vom Konjunkturzyklus eine absolute Rendite erzielen.

«Diese Zeiten sind vorbei»

«Anleihen haben 30 Jahre lang als stabiler Anker in Anlegerportfolios funktioniert – diese Zeiten sind vorbei», sagt Fondsinitiator Felix Zulauf in einer Mitteilung. Die Anlagestrategie des neuen Vicenda-Fonds soll deswegen den Charakteristiken eines klassischen Anleihedepots vor der Niedrigzinsära entsprechen: Geringe Volatilität, niedrige Drawdowns und eine Rendite im Bereich von fünf bis acht Prozent jährlich.

In einem Interview mit «Das Investment» ergänzte Zulauf: «Der Absolute-Return-Fonds soll die Charakteristika eines Rentenportfolios der vergangenen 20 bis 30 Jahre widerspiegeln.» Es sei «quasi der Ersatzbaustein für ein solches Rentenportfolio, den man ruhigen Gewissens liegen lassen kann. Auf der Seite der Aktien, Zinsen und Währungen wollen wir mit dem Fonds opportunistisch agieren, Long- wie Short-Positionen eingehen.»

Bei Turbulenzen an den Märkten wolle man durchaus auch höhere Cash-Quoten halten – auch dies ergebe sich daraus, dass der Kapitalerhalt im Fokus steht.

Wie ein Sprecher von Universal-Investment gegenüber dem britischen Fachportal «Citywire» sagte, soll der neue Mischfonds noch in diesem Jahr auch in Asien, Skandinavien, der Schweiz und Österreich auf den Markt gebracht werden.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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