Auslandserfahren, Analyst und Harvard-Absolvent

Der frühere Pimco-Schweiz Chef Christian Staub hat seinen neuen Job bei BlackRock angetreten. Dabei übernimmt der die Verantwortung für ein riesiges Marktgebiet.

Wie finews.ch bereits im vergangenen Februar exklusiv gemeldet hatte, wechselte Christian Staub (Bild) zum US-Asset-Manager BlackRock, wo er am heutigen 1. Juli 2014 als neuer Länderchef für die Schweiz und Deutschland angefangen hat.

Ausser für diese beiden Märkte wird Staub auch für das Geschäft in Österreich und Osteuropa verantwortlich sein, wie einer Pressemitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist. Insgesamt leitet er damit die Büros in Zürich, Genf, Frankfurt, München, Wien, Warschau und Bratislava.

In dieser Funktion rapportiert er an den ehemaligen Credit-Suisse- und Swiss-Re-Manager David «Dave» Blumer, der von London aus die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) leitet.

Ungeklärte Umstände

Staub tritt die Nachfolge von Martin Gut an, der Ende 2013 überraschend und aus bis heute ungeklärten Umständen das Unternehmen verlassen hatte. Offenbar soll es zwischen dem früheren Chef und einigen anderen BlackRock-Mitarbeitern zu Meinungsdifferenzen gekommen sein. Inzwischen ist Gut beim Schweizer Immobilienunternehmen Swiss Prime Site für die Beziehung zu den Investoren zuständig.

Staub verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen in der Asset-Management- und Bankenindustrie. Er gilt als ein besonnener und ruhiger Gesprächspartner, der sich in der Vergangenheit vor allem mit dezidierten Einschätzungen zur Anlagewelt einen Namen machte.

Intellektuelle Koryphäen

Das kommt nicht von ungefähr, arbeitete er doch zuletzt bei der Allianz-Tochter Pimco, die von den beiden Investment-Koryphäen Bill Gross und Mohamed El-Erian intellektuell dominiert wurde – wie erinnerlich haben sich die beiden in der Zwischenzeit arg zerstritten.

In seinem neuen Job kommt Staub auch zugute, dass er Auslandserfahrung besitzt. Denn vor seiner Zeit bei Pimco in der Schweiz, war er drei Jahre lang für das Unternehmen in den USA tätig, wo er für grosse institutionelle Kunden in Fragen der Anlagestrategie beriet.

Einstieg in Hongkong und Singapur

Ausserdem begann Staub seine berufliche Laufbahn 1996 als Analyst und Händler bei der UBS in Hongkong und Singapur, bevor er dort in den Bereich Asien-Research wechselte.

Er verfügt über einen MBA-Abschluss der Harvard Business School und einen Master-Abschluss der Universität St. Gallen. Er ist zudem ein CFA-Charterholder.

Grossartige Möglichkeiten

Zu seinem neuen Job mit Verantwortung für mehrere Länder sagt Staub selber: «Ich habe viele Jahre sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland gearbeitet. Und ich bin der Meinung, dass die Veränderungen in der Asset-Management-Branche grossartige Möglichkeiten bieten. BlackRock kann diese Chancen dank seines globalen Hintergrundes und seiner starken Präsenz vor Ort zweifelsohne nutzen.»

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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