KPMG ändert Führungsstruktur und befördert mehrere Finanzexperten

Die Revisions- und Beratungsgesellschaft KPMG führt per 1. Oktober 2014 ein neues Governance-System ein. Neu gibt es nun auch in der Schweiz einen Verwaltungsrat sowie eine Geschäftsleitung.

Vor diesem Hintergrund hat KPMG Schweiz den 46-jährigen Stefan Pfister (Bild) per 1. Oktober 2014 zum CEO nominiert, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bisher gab es nur einen geschäftsleitenden Verwaltungsrat.

Pfister stiess bereits 2005 zu KPMG. Als Spezialist für Corporate-Finance- und Beratungsfragen im Immobilienbereich leitete er zunächst den Sektor Real Estate, in dem er auch international eine Führungsrolle innehat.

Wachstum in beratungsfeindlichem Umfeld

Im Jahr 2009 wurde ihm die Führung des Dienstleistungsbereichs Transactions & Restructuring anvertraut. Dabei gelang es ihm während der turbulenten Jahre der Finanzkrise und in einem beratungsfeindlichen Umfeld, Transaktionsdienstleistungen als profitablen Wachstumsbereich zu etablieren.

Im Jahr 2011 wurde Stefan Pfister zum Leiter Advisory und Mitglied der Geschäftsleitung von KPMG Schweiz ernannt. In dieser Funktion positionierte er die Sparte neu, indem er das Dienstleistungsangebot auf die Kundenansprüche nach der Wirtschaftskrise fokussierte.

Mit einem Wachstum von mehr als 16 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr war die Sparte Advisory ein zentraler Wachstumstreiber für KPMG.

Vollamtlicher Präsident jetzt

Die Partnerschaft von KPMG Schweiz wählte sodann Roger Neininger zum Verwaltungsratspräsidenten. Neininger, bisher CEO und Präsident des geschäftsleitenden Verwaltungsrats, wird sich mit Blick auf die neue Governance ganz auf die Arbeit als Vorsitzender des Verwaltungsrats, die strategische Marktbearbeitung und Beratung von Schlüsselkunden konzentrieren.

Unter der Führung von Roger Neininger konnte KPMG Schweiz im vergangenen Geschäftsjahr den Nettoumsatz um 3,3 Prozent 370,5 Millionen Franken steigern.

Weitere Finanzexperten befördert

Ebenfalls in den Verwaltungsrat gewählt wurden Hélène Béguin, Leiterin Wirtschaftsprüfung Westschweiz, Leiterin KMU Westschweiz und Lead Partner international tätiger Unternehmen, und Stuart Robertson, Global Lead Partner national und international tätiger Banken und globaler Leiter für Transaktionen & Restrukturierungen von Banken.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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