Gold-Anleger zurück auf Feld eins

Das gelbe Edelmetall ist derzeit so unsexy wie seit Lehman-Zeiten nicht mehr. Warum erklärt Aktienstratege Salman Ahmed von Lombard Odier.

Gewiss erinnern Sie sich an den Immobilien- und Lehman-Crash und die Banken-Bailouts im Jahr 2008?  Das war vor sechs Jahren. Wenn Sie ein Goldinvestor waren und noch immer einer sind: Willkommen in der Vergangenheit.

Ein aktueller Chart von «Bloomberg» zeigt, was damit gemeint ist: Das Verhältnis des Goldpreis im Vergleich zum globalen Aktienindex MSCI All-Country World Index  ist auf auf den tiefsten Stand seit September 2008 zurückgegangen.

 

Gold stocks

Inflation blieb aus...

Als das Verhältnis auf Rekordniveau stand, waren Aktien out und Gold in. Damals befürchteten die Marktteilnehmer, die rigorosen Konjunkturstimuli der US-Notenbank Fed würden zu einer massiven Geldentwertung führen – und Gold sei das einzige Mittel, das Vermögen zu bewahren.

Inzwischen hat sich das Investoren-Sentiment um 180 Grad gedreht – auch wenn sie geldpolitisch wenig geändert hat. «Wenn wir jetzt in die Gegenwart vorspulen, sehen wir, dass die Fed immer noch quantitative Lockerungen durchführt, es aber immer noch kein Anzeichen für höhere Inflation gibt», erklärte Salman Ahmed von Lombard Odier Investment Managers gegenüber der Nachrichtenagentur «Bloomberg».

...dafür gibt's wohl Deflation

Was das für das gelbe Edelmetall bedeutet, verdeutlicht der Stratege für globale Aktien wie folgt: «Gold kann nicht mehr länger von der quantitativen Lockerung profitieren». Die Frage der Marktteilnehmer sei nun: «Wenn das Risiko eine Deflation ist, warum halte ich dann Gold?»

Der anhaltend tiefe Goldkurs ist die Antwort darauf. Ahmed erklärt, dass Anleger nicht zum Gold zurückkehren werden, auch wenn Zentralbanken weltweit erwägen, ihre Volkswirtschaften durch Bondkäufe zu stützen. Grund sei, dass die «monetären Transmissionskanäle», über die das Geld aus den quantitativen Lockerungen in die Realwirtschaft fliessen soll, noch immer nicht funktionierten. Ausserdem stelle hohe Inflation kein bedeutendes Risiko dar.

Wachstum oder Zinsanstieg?

«Was Aktien anbelangt, so dreht es sich um einen Konflikt zwischen der Fortsetzung des Gewinnwachstums und des Zinsanstiegs», sagt Ahmed. «Die Fed dreht den Liquiditätshahn aus gutem Grund zu, nämlich wegen des Wachstums. Sie tut es nicht wegen eines Inflationsschocks. Zwar könnte es durchaus Korrekturen geben, ein Bärenmarkt bei den Aktien ist indes nicht in Sicht.»

Gold hat von Jahresbeginn bis Mitte September 2014 2,8 Prozent gewonnen, während der Welt-Aktienindex 4,4 Prozent und der Leitindex S&P 500 Index 8,2 Prozent zulegten.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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