Ausländer wollen ihre Daten in Schweizer Hochsicherheits-Safes lagern

DSwiss-CEO Tobias Christen im Rechnerraum tief im Berg von Attinghausen.

Die im digitalen Datenspeicher-Geschäft tätige Zürcher Firma DSwiss arbeitet künftig mit Prosegur zusammen, dem globalen Leader in der Geld- und Wertsachenlogistik.

Der globale Sicherheitsdienstleister für Geldlogistik und Cash Management Prosegur setzt für sein Digitalgeschäft künftig auf den Schweizer Hochsicherheits-Online-Datenspeicher SecureSafe von der Firma DSwiss, wie einer Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Diese Partnerschaft stellt einen Meilenstein dar, da sie dem Zürcher KMU den Zugang zu internationalen Märkten eröffnet. DSwiss hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2016 der Weltmarktführer im Bereich der Hochsicherheits-Online-Datenspeicher zu sein.

Spezialisiert auf Bargeld- und Wertsachen-Transporte

Die in Spanien domizilierte Prosegur ist im Weltmarkt der Geld- und Wertelogistik eine bedeutende Grösse: In 17 Ländern auf vier Kontinenten betreut das Unternehmen gegenwärtig mehr als 24'000 Grossunternehmen, 170'000 KMU sowie 200'000 Privatkunden bei der sicheren Abwicklung von Bargeld- und Wertsachentransporten.

Weil die Prozesse in diesem Geschäft immer stärker digitalisiert werden, hat Prosegur eine Zusammenarbeit mit der Firma DSwiss vereinbart, die ihrerseits Online-Speicherdienste unter dem Namen SecureSafe anbietet. Ihre Rechner für diese Dienstleistung befinden sich in ehemaligen Militärbunkern in den Schweizer Bergen.

Stark im Finanzsektor und in Südamerika

Im Zuge dieser Kooperation wird die Prosegur-Gruppe SecureSafe über ihr globales Vertriebsnetz anbieten. «Dass Prosegur für die digitale Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungen auf unser Produkt setzt, ist eine tolle Bestätigung für unsere Bemühungen, Schweizer Spitzenqualität zu liefern», sagte Tobias Christen (Bild), CEO von DSwiss, gegenüber finews.ch.

Prosegur ist laut Angaben stark im Finanzsektor verankert und hat in Südamerika eine dominante Marktstellung. Die Internationalisierung von DSwiss erhalte dank der Partnerschaft mit Prosegur einen kräftigen Schub nach vorn, so Christen weiter.

«Unserem Ziel, im 2016 der Weltmarktführer im Bereich der Hochsicherheits-Online-Datenspeicher zu sein, sind wir nun einen grossen Schritt näher gekommen», erklärt der DSwiss-Chef.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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