Die Liebe Not der Fondsmanager mit Big Data

Alle Welt redet über Big Data. Doch den Vermögensverwaltern bereitet diese Materie vor allem einmal Kopfzerbrechen – und auch einige Angst.

«Big Data» heisst das Schlagwort der Stunde. Wer in Unmengen von Daten einen Trend erkennen kann, dem winken gewaltige Gewinne. Doch während IT-Unternehmen, die Industrie und der Handel schon längst die Zahlen zu zähmen wissen, tun sich die Vermögensverwalter noch schwer damit.

Wider das Rauschen

Wie das amerikanische Wirtschaftsblatt «Financial Times» (Artikel kostenpflichtig) berichtet, sind auch Branchengrössen überfordert mit dem Thema. Wie lässt sich das «Rauschen» von den wirklich wichtigen Informationen trennen? Und was sagen diese über das Verhalten der Märkte aus?

Mit solchen Fragen befasst sich derzeit Schroders, das grösste Fondshaus Europas. Dessen Investmentchef Peter Harrison gab gegenüber der «Financial Times» zu, dass Vermögensverwalter Big Data in Angriff nehmen müssten. Doch dazu sei auch bei seinem Unternehmen noch nichts spruchreif.

Angst vor Google

Derweil gibt man beim britischen Fondsanbieter Baillie Gifford zu, dass das Thema faszinierend sei – aber eben auch viel Kopfzerbrechen bereite.

Dabei schwingt immer auch eine Portion Angst mit: Dass branchenfremde Grössen wie Google oder Apple sich plötzlich zum Vermögensverwalter verwandeln könnten – und dann ihr Wissen um den Umgang mit Big Data voll ausspielen könnten.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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