Schweizer Glamour-Banker wieder aufgetaucht

Zuletzt war er Schweiz-Chef von BNY Mellon Investment Management. Dann verschwand er sang- und klanglos. Jetzt hat ihn die Finanzbranche wieder.

Der gebürtige Berner Neal Kutner (Bild) ist eine populäre Figur in der Schweizer Finanzbranche. Bekannt war er unter anderem dafür, dass er seinem einstigen Arbeitgeber BNY Mellon nicht weniger als 15 Jahre die Treue hielt.

Doch dann war plötzlich Schluss. Im Februar 2013 verliess er überraschend das Unternehmen, wie finews.ch meldete. Über die Gründe schwieg man sich bei BNY Mellon aus.

Viele Fragen

Der Abgang Kutners warf jedoch einige Fragen auf, galt doch der smarte Schweizer als äusserst loyal und hatte den Aufbau und die erfolgreiche Positionierung des amerikanischen Asset Managers hierzulande massgeblich gestaltet. Zuletzt war Kutner denn auch als Managing Director für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und in Teilen Osteuropas verantwortlich gewesen.

Kutner gab damals aber auch ohne zu zögern zu verstehen, dass das Geschäft «sehr herausfordernd» sei. Die fetten Jahre 2005, 2006 und 2007 seien definitiv vorbei, sagte er gegenüber finews.ch. Zudem seien die Kunden nach den Erfahrungen während der Finanzkrise äusserst kritisch und zurückhaltend geworden.

Mit zusätzlichem Personal und dem Ziel einer Überrendite («Search for Yield») wollte BNY Mellon Investment Management in der Schweiz weiter wachsen, unter anderem auch in der Westschweiz. Offenbar konnte sich Kutner mit seinen Plänen und Zielen aber nicht durchsetzen.

Neustart in Londoner Boutique

Nun ist der charismatische Kutner wieder aufgetaucht. Seit kurzem arbeitet er als Head of Business Development für Goldbridge Capital Partners. Dabei handelt es sich um eine Londoner Asset-Management-Boutique, die exklusiv auf den Handel mit europäischen Sub-Investment-Grade-Credits spezialisiert ist.

Goldbridge wurde 2011 gegründet und gehört den aktiven Partnern sowie der Firma Northill Capital, einem Asset Manager, der mit Vermögen von der Familie Bertarelli gegründet worden ist.

Viel beachtete Scheidung

In die Schlagzeilen geriet Neal Kutner seinerzeit auch auf Grund seiner inzwischen geschiedenen Ehe mit der prominenten australischen Innenarchitektin Kirsten Kutner. In Down Under sorgte die Frau dann erneut für Aufsehen, als sie den Golfer und Mehrfach-Millionär Greg Norman heiratete.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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