M&G engagiert Credit-Suisse-Mann für institutionelle Kunden

Der britische Vermögensverwalter M&G Investments verstärkt seine Präsenz in der Schweiz. Dafür hat er einen früheren Credit-Suisse-Kadermann engagiert, der den institutionellen Bereich aufbauen soll.

Der 36-jährige Christian Haas (Bild) übernimmt bei M&G Investments die Leitung des institutionellen Geschäfts in der Schweiz, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei kümmert er sich um Pensionskassen sowie um das gebundene Vermögen von Versicherungsgesellschaften und rapportiert direkt an Stefan Cornelissen, Head of Institutional Business Benelux, Nordics and Switzerland.

Haas wird institutionellen Kunden in der Schweiz Anlagelösungen in den Bereichen Obligationen und nicht börsennotierter Immobiliengesellschaften anbieten, wie weiter zu erfahren war.

Aktiv gemanagte Publikumsfonds

Mit diesem Schritt ergänzt M&G Investments sein bestehendes Wholesale-Geschäft unter der Leitung von Volker Buschmann, Managing Director Switzerland, Head of Nordics and Co-Head Benelux. Sein Vertriebsteam mit Büros in Zürich und Genf bietet primär globalen und privaten Banken, Family Offices, unabhängigen Vermögensverwaltern sowie Versicherungen für ihre fondsgebundene Geschäftseinheit eine Fondspalette von rund 30 aktiv gemanagten Publikumsfonds aus den Bereichen Aktien, Obligationen und Multi-Asset an.

Haas arbeitete vor seinem Wechsel bei der Credit Suisse in Zürich, wo er als Head of Business Development für institutionelle Kunden verantwortlich war. Er war zudem bei Dun & Bradstreet im Business Development tätig. Seine berufliche Karriere startete er bei der UBS als Wertschriftenspezialist.

Netzwerk im institutionellen Bereich

Er verfügt gemäss weiteren Angaben über einen Bachelor der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie einen Executive Masters der Insead in Fontainebleau (Frankreich). Er spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.

«Wir freuen uns, dass wir Christian Haas gewinnen konnten. Seine Kenntnisse des Schweizer Vorsorge- und Versicherungssystems sowie sein Netzwerk im institutionellen Bereich sind optimal, um unser Geschäft in diesem Kundensegment voranzutreiben», sagte Stefan Cornelissen zur Ernennung von Christian Haas.

Aktive Verwaltung wieder gefragt

Zudem stellt Cornelissen fest: «Die Nachfrage nach Anlageprodukten mit aktiver Verwaltung steigt wieder an. Viele Investoren suchen Alternativen zu passiven Produkten.»

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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